Online-Poker: Verbesserte Regelung bei Verbindungsproblemen?


In der Poker-Community wird gerade darüber diskutiert, ob man in Heads-Up Situationen eine verbesserte Regelung bei Verbindungsproblemen findet. Die Meinungen gehen auseinander. Hochgepokert.com fragt nach: Wie steht ihr zu dem Thema?

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ihr grindet ein gewöhnliches $4.40 180 Spieler SnG und schafft es ins Heads-Up mit einem 4:1 Chiplead. Und plötzlich fällt euer Internet aus. Nach rund 15 Minuten ist die Verbindung wiederhergestellt und ihr müsst enttäuscht feststellen, dass ihr ausgeblindet wurdet und auf Rang 2 das Turnier beendet habt. Fair? Oder gibt es eine verbesserte Regelung in solchen Fällen?

Es gibt zwei deutliche Meinungen zu dem Thema: 

1) Jeder ist für sich selbst verantwortlich und beim Pokern gibt es keine Freunde. Ist die Verbindung weg, dann hat der Spieler Pech gehabt. 

2) Ethik/Moral: Viele Spieler möchten fair gegen einen Kontrahenten gewinnen, ohne Tricks und ohne große Vorteile. Gerade bei Highstakes-Partien wird das verlorene Geld oft wieder zurückgesendet, sodass eine Chancengleichheit besteht. 

Beim Fußball ist es ähnlich. Erinnern wir uns an das Championsleague-Spiel „FC Nordsjaelland gegen Schachtjor Donezk“. FC Nordsjælland führte 1:0 und in der 26. Minute gab es nach einer Verletzungspause einen Schiedsrichter-Ball. Da Nordsjaelland vorher in Ballbesitz war, wollte Schachtjor-Spieler Willian die Kugel weit in die Hälfte der Gastgeber spielen. Dort nutzte der Stürmer Adriano die Gunst der Stunde und netzte ein. „Unsportlich“, „Unfair“ oder „Unfairtor des Jahres“ schimpften Medien, Spieler und eigentlich die ganze Fußballwelt. Adriano wurde zwar für ein Spiel gesperrt doch am Ende kam Schachtjor eine Runde weiter und das unfaire Tor war viel Geld wert. 

Sollte andererseits ein Spieler einer Mannschaft während des Spiels seinen Schuh verlieren, wird die Partie auch nicht unterbrochen, bis dieser Spieler wieder voll funktionsfähig ist. Seine Mannschaft muss vorerst zu zehnt weiterspielen und hat somit einen kleinen Nachteil. Aber auch hier muss man differenzieren, da eine Mannschaft nicht zu 100% ausfällt, wenn ein Spieler sich die Schuhe anzieht. Verliert ein Grinder allerdings seine Verbindung, kann er nicht mehr ins Geschehen eingreifen. 

Wie würdet ihr entscheiden? Sollte man in Heads-Up-Situationen die Wartezeit verlängern? Oder ist jeder „seines Glückes Schmied“? 

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich Hochgepokert.com vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Einen Kommentar schreiben