Die EU könnte Poker sicher machen – Kommen internationale Standards?

Es tut sich was in Europa. Vertreter des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und unabhängigen Experten trafen sich zu einem Workshop mit dem großen Titel: „Online Poker – Need for European Safetey Standards?. Geladen hatte Jürgen Creutzmann als Mitglied des Europa-Parlaments im Namen der FDP. Im Fokus des Workshops das Ringen um eine gemeinsame europäische Lösung, oder wie es Professor Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des eco-Verbandes der deutschen Internetwirtschaft auf den Punkt brachte: „Die Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit ist nur durch eine Kooperation aller Marktteilnehmer – Regulierer, Zahlungsanbieter, Internet-Wirtschaft und Kunden – möglich und kann insbesondere im Online-Bereich nicht durch nationale Verbote erwirkt werden.“

Ausführlich erörtert wurde der häufig erhobene Vorwurf, eine Regulierung des Online-Pokerns würde der Geldwäsche im großen Stil Vorschub leisten. Man war sich einig, dass es sich dabei um reine Panikmache handelt. Punkt für Punkt wurde dieses Klischee zerpflückt. Insbesondere Professor Friedrich Georg Schneider von der Johannes-Kepler Universität Linz widmete sich diesem Thema. Laut seinen Ausführungen spielt Online-Poker keine Rolle in den globalen Strömen der Geldwäscher. Der Aufwand sei zu hoch, die Transaktionskosten im Vergleich zu anderen Optionen, denen sich die Wirtschaftskriminalität gewöhnlich bedient, viel zu teuer. Außerdem sei die Gefahr ertappt zu werden in dem aufmerksam beobachteten Pokermarkt viel zu hoch. Zusammenfassend, der Vorwurf: Poker würde illegale Geldwäsche fördern, ist haltlos und falsch. Ebenfalls unterstützt wurde Professor Schneider in seiner Argumentation von Sven Stiel (PokerStars), der seine Erfahrungen aus vielen erfolgreichen Jahren im Poker-Buisness einbringen konnte.

Mutmachend für die Zukunft auch die Wortmeldungen der EU-Parlamentarier. Laut ihren Ausführungen scheint sich mittlerweile langsam ein gewisser Erkenntniszuwachs breit zu machen, dass es zu einem einheitlichen rechtlichen Rahmen in der EU keine vernünftige Alternative geben kann. Nebenbei bemerkt auch die Grundvoraussetzung für einheitliche Sicherheitsstandards und somit wohl im Interesse aller Parteien. 

textquelle: freiewelt.net

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