Virtuelle Windhunde bringen Wettbüros in Erklärungsnotstand – Austria Wien Meisterwette ausbezahlt

Immer mehr geraten nun auch die österreichischen Wettbüros in den Fokus der Politik. Sportwetten sollen weiterhin erlaubt bleiben, aber geht es nach Johann Maier, dem Konsumentenschutzsprecher der SPÖ, soll noch mit deutlich mehr Konsequenz gegen die virtuellen Sportwetten-Automaten vorgegangen werden. Das berichtet derstandard.at in seiner heutigen Online-Ausgabe.

Ein Argument für die Zulassung der Sportwetten wäre ja die strikte Unterscheidung von gewöhnlichem Glücksspiel. Wer sich mehr mit Materie beschäftigt, entsprechend gut recherchiert und über Beobachtungsgabe und Erfahrung verfügt, sollte als Spieler ein Chance haben die Quoten der Buchmacher zu schlagen. So zumindest in der Theorie gerne als Argument gebracht. Bei den „virtuellen Sportwetten“ handelt es sich aber um kein reales Ereignisse. Ein Zufallsgenerator bestimmt welcher der virtuellen Windhunde den künstlichen Hasendummy am schnellsten hinterher läuft. Geschick kann es dabei somit keinesfalls geben. Der Zufallsgenerator ist der heimliche Regisseur im Hintergrund  – wenn alles mit rechten Dingen zugeht. Abgesehen davon, besteht natürlich die Gefahr der Manipulation. Obwohl die Quoten bereits so gestaltet sind, dass der entsprechende Umsatz den Gewinn des Buchmachers ohnedies garantiert, weiß man ja trotzdem nicht mit Sicherheit wie der Zufallsgenerator den „Zufall“ interpretiert. 

 Ferner macht sich der SPÖ-Konsumentenschützer Johann Maier Gedanken über die Gefahren der Spielsucht. Sportwetten als niedrigschwellige  „Einstiegsdroge“. Er möchte das Wettangebot deutlichen Beschränkungen unterziehen und plädiert für ein radikales Verbot von Live-Wetten.  – Aber es gibt auch eine gute Nachricht. Zumindest für all diejenigen, die auf Austria Wien als österreichischer Meister gesetzt haben. Nach 26 von 36 Runden führt Austria Wien die Tabelle mit 13 Punkten Vorsprung an. Der Sportwettenanbieter „Tipico“ hat sich entschlossen, bereits jetzt die Meisterwette auf Austria Wien auszubezahlen. Das Risiko scheint überschaubar. Die Spieler, die so einen Wettschein haben, wird es freuen und „Tipico“ hofft sicher, dass ein Teil des ausbezahlten Gelds in neue Sportwetten investiert wird. 

Quelle: derstandard.at, kurier.at

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