Jens Knossalla: „Ich habe die Schnauze voll!“

Jens Knossalla ist mittlerweile seit rund 2 Jahren als Moderator bei PokerToday. Frech und amüsant mischt er den Poker-Zirkus auf und bringt uns die Action der Live-Tourstops an die Bildschirme. Wie alles begann, wo es ihn hinzieht und warum er so ist, wie er ist, erzählt er im exklusiven Interview auf Hochgepokert.com.

Hochgepokert.com: „Hallo Jens, ohne lange um den heißen Brei herumzureden – wie lange bleibst du uns noch erhalten?“

Jens: „Tja, was soll ich dazu sagen. Sobald Joko und Klaas mich anrufen, bin ich weg (lacht). Nein, Spaß beiseite. Mir macht PokerToday einfach viel Spaß. Das ist genau das Entertainment-Format bei dem ich mich austoben kann. Ich freue mich immer wieder, die ganzen Jungs auf den Stops zu sehen. Allerdings hat sich auch hier einiges verändert.

Hochgepokert.com: Wie meinst du das?

Jens: Ich bin ja nicht von Anfang an dabei gewesen und ich war auch nie der riesige Fan einzelner Spieler, wie es so manch einer von euch vielleicht war oder immer noch ist. Deshalb kann ich auch einfach Frei Schnauze die Interview-Partner hinterfragen. Viele sagen, meine Art ist vielleicht etwas direkt aber bisher hat es mir noch niemand übel genommen. Und mal ehrlich, genau das macht es doch spannend. Einen Gustav Hansen etwas menschlicher zu machen oder mit Daniel Negreanu über Sandras Hund zu sprechen. Die allgemeinen Fragen will doch heute keiner mehr hören.“

Hochgepokert.com: „Wieso warst du nie Fan von jemand? Gibt es niemanden, den du bewunderst?“

Jens: Natürlich gibt es starke Spieler. Marvin zum Beispiel halte ich für einen der Besten. Aber wäre ich ein Fan von ihm, dann könnte ich mit ihm nicht über seine Mutter sprechen, geschweige denn mit ihr telefonieren. Man braucht da ein gewisses Maß an gesundem Menschenverstand. Wir kochen doch alle nur mit Wasser.

Hochgepokert.com: „Solltest du mal ein Star werden, hättest du denn keine Allüren oder würden dir Moderatoren, wie du einer bist, dann nicht auf die Nerven gehen?“

Jens: Das ist eine gute Fangfrage. Allerdings ist man meiner Meinung erst dann ein Star, wenn die Medien aus Dir einen Star machen. Die wahren Stars sind nicht die Personen, die im Fernsehen sind oder gut Fußball spielen. Die wahren Stars sind die Menschen, die Tag für Tag etwas für uns Menschen tun. Sollte ich also tatsächlich mal ein „Star“ werden, wie sich die Medien das vorstellen, dann werde ich sicherlich auch den Medien gegenüber meine Allüren zeigen. Aber dem einzelnen Menschen gegenüber bringe ich meinen vollen Respekt entgegen, egal woher er kommt und wie er aussieht.

Hochgepokert.com: „Wieso bist du eigentlich zu PokerToday gekommen? Kaum jemand von unseren Usern hatte ein gutes Wort für dich übrig.“

Jens: Haha, da hast du Recht. Aber wie heißt es so schön: „Glück und Ehre haben Neid zum Gefährte.“ Ich hatte die Ehre und auch das Glück, die Pro7 Casting-Show zu gewinnen. Dass es da auch Kritiker gibt ist doch klar. Aber ich denke mittlerweile haben mich die meisten User etwas näher kennen und schätzen gelernt. 

Des Weiteren ist mir in meinem ganzen Leben noch nie jemand persönlich begegnet, der mich wegen meiner Arbeit kritisiert hat. Bisher sind es nur anonyme User im Netz, die gerne ihre Meinung loswerden, da muss ich manchmal selbst schmunzeln.“

Hochgepokert.com: Du machst das jetzt schon 2 Jahre, hast alle Tourstops schon gesehen, wie geht es für dich nun weiter?

Jens: Na ja, jeder Tourstop verändert sich auch irgendwie. Es ist auch interessant zu sehen, wie die Spieler, die im letzten Jahr aktuell waren, dieses Jahr nicht mehr dabei sind und neue Spieler die Tische erobern. Langweilig wird es sicher nie.“

Hochgepokert.com: „Und deine Pokerfähigkeiten? Wann stellst du die wieder unter Beweis?“ 

Jens: Im King’s Casino bin ich ja kurz vor dem Final Table gebustet. Jetzt habe ich erst einmal die Schnauze voll. Nein, im Ernst. Ich poker gerne, aber ich mache mir da keinen Plan. Wenn ich das Gefühl habe, jetzt ist es wieder an der Zeit am Tisch zu sitzen, dann mach ich das einfach. Vielleicht spiele ich mal wieder die EPT in Berlin. Da habe ich vor 2 Jahren ja total versagt und habe noch eine Rechnung offen. Ich werde mich hier sicher auch staken lassen. Also wer Interesse hat, der sollte mich einfach mal bei Facebook anschreiben.“

Hochgepokert.com: „Richtig, du hast im King’s Casino gecasht. Dafür gabs ein Hover Board?“

Jens: Haha, ja, das habe ich mir mal gegönnt. Viele werden sicher nicht verstehen, wie man für so ein Stück Plastik so viel Geld ausgeben kann. Aber alle „Back to the Future“-Kids da draußen (wie ich einer bin) werden sicherlich hinter mir stehen. Wenn ich die EPT in Berlin gewinnen sollte, dann kaufe ich mir auch noch einen DeLorean. 

Ich hatte tatsächlich mal mit 14 oder 15  Jahren die größte deutschsprachige Fanseite von „Zurück in die Zukunft“ im Netz erstellt. Dieses Jahr möchte ich nach der WSOP in LA die Drehorte besuchen. Falls sich der ein oder andere Fan anschließen will – ihr seid herzlich eingeladen! „

Hochgepokert.com: „Na dann wünschen wir dir weiterhin viel Erfolg und freuen uns dich bei der EPT in Berlin wieder am Mikrofon zu sehen.“

Jens: Ja, da geht es wieder rund, sag ich euch. Ich werde wieder in der HipHop/Rap Szene unterwegs sein. Ich habe da bereits einige Anfragen am Laufen. Lasst euch einfach überraschen aber ich kann auf jeden Fall versprechen: Die EPT in Berlin wird eines der besten Events im Jahr 2013.“

 

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich Hochgepokert.com vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Einen Kommentar schreiben