Venetian-Boykott gescheitert? – Pokertische weiterhin voll besetzt

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Ab Montag sollte das Venetian in Las Vegas eigentlich von Pokerspielern boykottiert werden. Grund waren die negativen Äußerungen des Besitzers, dass Poker lediglich Glücksspiel sei. Daraufhin rief der Pokerjournalist Nolan Dalla zum Boykott auf, der ab dem 22. Juli starten sollte. Doch die Spieler strömten auch weiterhin in die Pokerräume des Casinos und von Boykott war keine Spur zu sehen.

Lediglich Online war der Venetian-Boykott sichtbar, denn einige lokale Pokerpros ließen ihrer Wut in Blogs freien Lauf. Doch an den Pokertischen war davon nichts zu spüren und der Pokerbetrieb ging auch am Montag weiter wie bisher. Trotzdem sieht der Ideengeber der Aktion den Boykott als Erfolg: „Es ging darum, Bewusstsein zu schaffen und in diesem Zusammenhang waren wir erfolgreich“, so Nolan Dalla.

Er hatte zum Boykott aufgerufen, nachdem der Besitzer des Venetian Scheldon Adelson öffentlich gegen Poker vorging und eine Website ins Leben gerufen hatte, die Anwälte dazu aufrief, gegen Online Glücksspiel in den USA zu stimmen. Adelson ist der Meinung, dass Online Poker eine hohe Suchtgefahr beinhalte und nichts mit Können zu tun habe sowie schlecht für die Zukunft von Amerika sei.

Dies löste einige Empörung in der Pokercommunity aus, da die die Aussagen als kontraproduktiv und schlecht für die Industrie von Las Vegas aufgefasst wurden. Daraufhin rief Nolan zum Boykott auf und einige Pokerpros verkündeten, nie wieder im Venetian spielen zu wollen.

Auch Online Legende Shaun Deeb gehörte zu den Fürsprechern der Aktion, denn er sieht die Aussagen des Venetian Besitzers als Attacke gegen die Entwicklung ihrer Industrie an. Trotz großer Mobilmachung im Internet und einiger Prominenter Befürworter, fand der Boykott am Montag nicht statt. Ob die Medienpräsenz und Bewusstmachung des Themas positive Auswirkungen auf Online Poker in Las Vegas hat, bleibt abzuwarten.

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