Poker Mafia Fall: Angeklagte dürfen bis zum Haftantritt weiter spielen

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„What happens in Vegas stays in Vegas“. Dieser oft zitierte Spruch trifft aktuell jedoch nicht zu. Denn die angeklagten Poker Pros im Prozess um eine illegale Pokerrunde in New York dürfen zwar nach Las Vegas reisen, um ihrer „Arbeit“ nachzugehen, müssen jedoch im ständigen Kontakt mit den Behörden bleiben und diese über ihre Aktivitäten und Gewinne genau informieren.

Im April diesen Jahres wurde eine illegale Pokerrunde in New York gesprengt, die Verbindungen zur russischen Mafia und in Zusammenarbeit mit einem Sportwettenring $100 Millionen an illegalen Einnahmen gewaschen haben soll. Unter den Festgenommenen waren neben Celebrities auch einige bekannte Pokerprofis. Einige von ihnen haben nun vor Gericht Recht bekommen, bis zum Haftantritt an legalen Pokerrunden teilnehmen zu dürfen. Darunter auch die bekannten Pros Abe Mosseri sowie Justin Smith. Letzterer hatte sich erst kürzlich zusammen mit Edwin Ting vor Gericht schuldig bekannt und ist einen Deal eingegangen. Justin muss jetzt mit bis zu 5 Jahren Haft rechnen, doch bis es im Januar 2014 soweit ist, kann er weiter Poker spielen.

Abe Mosseri hatte die ungewöhnliche Anfrage vor Gericht vorgebracht. Seine Anwälte argumentierten damit, dass Mosseri seinen Lebensunterhalt als professioneller Spieler verdient und er das Recht habe, seinem Beruf nachzugehen bis der Fall entschieden ist und die Haftstrafe angetreten werden muss. Die Richter gaben ihm Recht und so können die Angeklagten weiter zocken bis es in den Knast geht.

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