Bitcoins als Zahlungsmittel für Online Auftragskiller

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Die virtuelle Währung Bitcoin, die ebenfalls von einigen Online Pokeranbietern verwendet wird, war auch das gängige Zahlungsmittel eines Internet Forums für Auftragskiller. Wie es auf der Website des „Hitman Network“ heißt, besteht das Netzwerk aus drei Auftragsmördern, die für Geld ihre Taten in den USA, Canada und Europa durchführen.

Die Existenz der Website wurde erst kürzlich von einer Internet Security Firma entdeckt. Die Strafverfolgungsbehörden wurden bereits alarmiert doch die Seite ist im Moment immer noch Online. Um die Dienste in Anspruch zu nehmen, mussten User einen verschlüsselten Router verwenden und bezahlt wurde mit der virtuellen Währung Bitcoin. Bisher ist noch unklar, ob tatsächlich bereits ein Auftragsmord über das Netzwerk durchgeführt wurde. Die Behörden ermitteln.

Anfang des Monat machte Bitcoin bereits Negativschlagzeilen und der Wert der Währung ging drastisch nach unten, als das Online Drogenimperium „Silk Road“ zerschlagen und der Gründer Ross Ulbricht verhaftet wurde. Auf „Silk Road“ konnte man alle möglichen illegalen Substanzen sowie Hacker- und Spionagesoftware erwerben. Bezahlt wurde ebenfalls mit Bitcoins. Mittlerweile gibt es auch neue Erkenntnisse im Fall des Verhafteten. Es war bereits bekannt, dass Ulbricht geplant hatte, einen ehemaligen Mitarbeiter töten zu lassen, der die illegalen Machenschaften des 29-Jährigen an die Behörden verraten wollte. Doch der angeheuerte Auftragskiller war ein FBI Agent und schließlich wurde Ulbricht verhaftet. Nun wurde zusätzlich bekannt, dass Ulbricht auch einen User töten lassen wollte. Einer der „Silk Road“ Kunden wollte $500.000 von Ulbricht erpressen, sonst würde er die Namen von zahlreichen Usern veröffentlichen.

Ulbricht heuerte daraufhin einen Auftragskiller an. In den privaten Gesprächen über den Mord, bot der Killer ihm einen „sauberen“ Mord für einen Preis zwischen $150.000 und $300.000 an. Daraufhin soll Ulbricht erwidert haben, dass der Mord nicht „sauber“ sein und weniger kosten müsse „Ich will ja nicht nerven aber der Preis scheint mir sehr hoch. Nicht vor allzu langer Zeit, bekam ich einen sauberen Mord für $80.000. Sind das die besten Preise, die du mir anbieten kannst? Ich will das so schnell wie möglich erledigt haben, da er gesagt hat, die Informationen am Montag preiszugeben“. Am Ende einigten sich die beiden auf die Zahlung von 1.670 Bitcoins, was umgerechnet rund $150.000 entspricht.

Den Informationen des FBI Agenten zu Folge, der Ulbricht am Ende verhaftete, soll es aber keinen Mord im Zusammenhang mit dem eben genannten Auftrag gegeben haben. Daher wird Ulbricht in dem Zusammenhang „nur“ wegen des Versuchs, zwei Auftragsmörder anzuheuern angeklagt. Er sitzt seit letzter Woche in Einzelhaft und muss eine lebenslange Haftstrafe fürchten.

Die digitale Währung Bitcoin wurde 2009 ins Leben gerufen und ist seitdem sehr beliebt bei Online Zahlungen im illegalen oder halblegalen Bereich. Daher steht die Währung auch immer wieder unter Beschuss der Finanzbehörden. Da Banken und andere Zahlungsprozesse bei Bitcoin umgangen werden, gibt es quasi keine Bearbeitungsgebühren und die Währung kann anonym überall auf der Welt benutzt werden. Aufgrund dessen war Bitcoin auch schon immer sehr beliebt bei Zockern jeder Art  und auch einige Pokeranbieter nutzten das Zahlungsmittel. WinPoker beispielsweise, ein Skin des iPoker Netzwerks, nutzt seit März diesen Jahres die digitale Währung. Switch Poker bietet seinen Usern bereits seit November 2011 Transaktionen in Bitcoins an und der Anbieter SealsWithClubs arbeitet ausschließlich mit der Online Währung.

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