PartyPoker schließt die „Protected Tables“ – Keine Spielertrennung mehr nach Fähigkeiten

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Für den heutigen 1. November war eine großangelegte Protestaktion der Spieler auf PartyPoker geplant. Sie wollten mit einer Art „Sitzstreik“ den Cash Game Flow des Anbieters lahm legen. Dies sollte den Unmut über die Spielerpooltrennung nach Fähigkeiten zum Ausdruck bringen. Seit Ende Februar konnten dadurch Regulars nur noch gegen Regulars spielen und die Anfänger blieben unter sich. Nun hat PartyPoker reagiert und kurz bevor es zum Streik kam die sogenannten „Protected Tables“ wieder entfernt.

Ob dies eine Reaktion auf die angekündigte Blockade oder auf die Berichte über Missbrauch des Systems ist, darüber kann nur spekuliert werden. Im 2+2 Forum hat PartyPoker die Schließung der Protected Tables und damit das Ende der umstrittenen Strategie in einem ausführlichen Statement angekündigt. Dort erklärt Jeffrey Haas, der Head of Poker bei PartyPoker, dass sie die Strategie eingeführt hatten, weil „neue Spieler, die keine positiven Erfahrungen beim Spielen machen, nach einer Session wieder verschwinden und nicht wiederkehren.“ Daher sei es im „Interesse von Poker Allgemein und natürlich für unseren Pokerraum im Besonderen, dass sichergestellt ist, dass Spieler zumindest in den ersten Sessions gute Erfahrungen beim Spielen sammeln“, so Haas weiterhin.

Die Strategie der „Protected Tables“ sei Haas zufolge auch zunächst erfolgreich gewesen, denn neue Spieler hätten angefangen, mehr Hände und mehr Sessions nach ihrer ersten Einzahlung zu spielen. Gleichzeitig bestätigte er aber, dass es Spielern gelungen war, das System zu umgehen und sich dadurch einen betrügerischen Vorteil verschafft zu haben. „Einige Spieler haben angefangen, dass System zu überlisten. Das Feature hat damit keinen sinnvollen Zweck mehr, wenn es missbraucht und manipuliert wird“, so stellt Haas fest. Als Resultat der Erkenntnis wurden mit Wirkung des 31. Oktober 2013 alle „Protected Tables“ entfernt.

Interessant ist, dass anscheinend wirklich der Druck der Pokercommunity zu der Entscheidung geführt hat. So schreibt Haas: „Danke fürs Druck machen. Manchmal kann das extrem hilfreich für ein Unternehmen wie das unsrige sein.“

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