2 Umfragen – 2 Ergebnisse: Sind die Amerikaner für einen regulierten Onlinepokermarkt?

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Laut einer Umfrage der amerikanischen Kollegen von Online Poker Report ist die Mehrheit der Amerikaner entweder für einen regulierten Onlinepokermarkt oder verhält sich zumindest neutral diesem Sachverhalt gegenüber. In der Umfrage wurde der Frage nachgegangen „What is your opinion of regulating online poker?“. Auf einer Skala von 1 („stark dagegen“) bis 5 („stark dafür“) wählten über 60 Prozent der Teilnehmer den Wert 3 oder besser. Weitere Ergebnisse der Umfrage sind, dass mit steigendem Alter auch die positive Einstellung gegenüber Onlinepoker zunimmt. Männer unterstützen die Regulierung von Onlinepoker eher als Frauen und in den Südstaaten der USA gibt es eine unterdurchschnittliche Unterstützung in Bezug auf einen regulierten Onlinepokermarkt. Eine grundlegende Überlegung an dieser Stelle sei jedoch angebracht: Macht es Sinn, eine Online-Umfrage zur Untersuchung der Meinung zur Onlinepokerregulierung durchzuführen? Oder ist bei dieser Art von Stichprobenziehung nicht im Voraus schon eine größere Affinitiät gegenüber dem Untersuchungsgegenstand zu vermuten? Es darf also hier die berechtigte Frage nach einer repräsentativen Stichprobe gestellt werden, welche die gesamte amerikanische Bevölkerung nach gewissen Kriterien im Kleinformat abbildet. 600x955xsurvey-insights.png.pagespeed.ic.LgNxRANnWV

Mit dieser Studie wollte Chris Grove von Online Poker Report jedenfalls zeigen, dass Sheldon Adelson, bekennender Gegner von Online-Gaming, mit seiner eigens in Auftrag gegebenen Umfrage keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat. Adelson verkündete nämlich, dass 70 Prozent der amerikanischen Bevölkerung gegen Online-Gaming seien. Kritiker bemängeln an Adelsons Umfrage, die von der Tarrance Group durchgeführt wurde, dass hierbei nur Leute aus vier amerikanischen Bundesstaaten befragt wurden und somit nicht von einem repräsentativen Sample ausgegangen werden kann. Außerdem wird Adelsons Umfrage der sogenannte Framing-Effekt nachgesagt, nach dem die Teilnehmer bereits durch die geschickte Frageformulierung im Voraus beeinflusst werden.

 

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