Poker Mafia Fall: MMA Fighter dienten als Schuldeneintreiber

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Im Fall um den 100 Millionen Dollar schweren illegalen Poker Ring mit Verbindungen zur russischen Mafia kommen immer mehr schockierende Details ans Licht. Wie die Seite nydailynews.com berichtet, sollen MMA Kämpfer als Schuldeneintreiber gedient haben.

Den Bundesbehörden nach zu urteilen, sollen zwei der Angeklagten Mixed Martial Arts Kämpfer benutzt haben, um einen Teilnehmer der Highstakes Pokerrunden zu bedrohen und seine Schulden einzutreiben. Kirill Rapoport, 41 und Arthur Azen, 44 gehörten zu den 30 Verhafteten, als im April die illegale Pokerrunde gesprengt wurde. Unter den Festgenommenen waren auch einige Pokerprofis sowie Prominente wie beispielsweise der TV Produzent Bryan Zuriff.

Rapoport und Azen haben sich wie die meisten anderen schuldig bekannt und hoffen damit auf eine Strafmilderung. Rapoports Rolle innerhalb der Organisation war es, das Geld von verschuldeten Spielern aus den Pokerrunden von Azen in Manhattan einzutreiben. Bei einer Anhörung vor Gericht bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass die beiden mindestens in einem Fall MMA Fighter benutzten, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Bereits im Oktober 2012 hatte das FBI den Verdächtigen dabei beobachtet, wie er mit zwei MMA Kämpfern einen Spieler aufsuchte, der bei ihm verschuldet war. Wie das FBI berichtet, soll der Spieler der Organisation $35.000 bis $40.000 geschuldet haben und das FBI musste verdeckt eingreifen, um den Spieler zu schützen.

Rapoport muss nun mit bis zu fünf Jahren Gefängnis rechnen. Mit seinem Schuldgeständnis und einem Deal hofft er auf 6-12 Monate. „Die Rolle des Angeklagten bei den Drohungen ist ernst zu nehmen“, so heißt es in der Anklageschrift. „Er war nicht einfach nur ein Dealer oder Barkeeper sondern sein Job war es, dass Spieler in Azens illegalen Pokerrunden und bei seinen Sportwetten ihre Schulden bezahlen.“

Azen hat sich bereits letzte Woche wegen Geldwäsche, Verschwörung und erpresserischem Geldeintreibens für schuldig erklärt.

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