„Phil Ivey ist kein Betrüger“ sagt Glücksspiel Experte Nelson Rose

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Pokersuperstar Phil Ivey steht mal wieder im Zentrum der Medienöffentlichkeit. Erneut wird ihm Betrug vorgeworfen und das Borgata Casino hat Klage eingereicht. Einer der führenden Experten im Bereich von Glücksspiel Recht hat sich nun zu dem Fall geäußert und gesagt, dass Phil Ivey kein Betrüger sei.

In einem Exklusiv-Interview mit Gamling911 sagt Nelson Rose, dass das Casino selbst dafür zu sorgen habe, dass keinerlei lesbare Markierungen auf den Rückseiten der Karten zu sehen sind und Ivey daher nicht betrogen habe. Nelson Rose ist Anwalt und Professor an der juristischen Fakultät der Whittier Universität in Kalifornien und gehört zu den renommiertesten Experten im Bereich von Glücksspiel Recht.

Das Borgata Hotel Casino & Spa in Atlantic City hat Phil Ivey verklagt weil dieser das Casino 2012 beim Baccart betrogen haben soll. Die Borgata-Klage behauptet, dass Ivey Herstellungsfehler der Spielkarten ausgenutzt habe, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Natürlich gingen sofort die Diskussionen in der Pokergemeinde los, ob Phil Ivey nun Opfer oder Täter sei. Die Meinungen sind gespalten, doch laut dem Glücksspielexperten ist der Fall eindeutig und Ivey kein Betrüger.

„Es ist Sache des Casinos sicherzustellen, dass keinerlei Unregelmäßigkeiten auf den Kartenrückseiten zu sehen sind. Ivey hat Informationen genutzt, die für alle Spieler verfügbar waren. Das ist laut Definition kein Betrug“, so der Experte.

Die Interpretation von Nelson Rose könnte noch von Bedeutung sein, wenn der Fall schließlich vor Gericht geht. Rose gilt als einer der führenden Experten im Bereich von Glücksspiel Recht und hat bereits in zahlreichen Gerichtsverfahren sowohl als Anklage- als auch als Verteidigungszeuge sowie in einigen Glücksspiel Zivilverfahren ausgesagt. In den letzten Jahren hat er darüber hinaus mehrere Bücher über Glücksspiel und Recht herausgebracht, er schreibt eine regelmäßige Glücksspiel Kolumne auf seiner Website GamblingAndTheLaw.com und seine Kurse an der Uni, die nur mit einer langen Warteliste besucht werden können, sind die einzigen glücksspielspezifischen Jura Kurse aller amerikanischen Universitäten.

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