Poker Pro Jordanou wegen $100 Millionen Betrug angeklagt

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Ende vergangener Woche hatte der australische Pokerpro Bill Jordanou seinen ersten Gerichtstermin wegen seiner Verwicklung in einen millionenschweren Betrug. Er soll Teil einer Gruppe gewesen sein, die mit Hilfe von gefälschten Dokumenten mehr als 100 Millionen australische Dollar von verschiedenen Banken erschlichen haben sollen.

Der 55-Jährige muss sich nun in Melbourne vor Gericht verantworten. Ihm werden insgesamt 142 Straftaten zur Last gelegt. Jordanou, der in seiner Pokerkarriere bereits $600.000 bei Live Events gewinnen konnte, weist die Vorwürfe von sich und plädiert auf unschuldig.

Sein Anwalt sagte: „Wir warten auf die Anklage nun seit zweieinhalb Jahren und wir sind froh, dass der Fall nun vor Gericht geht, denn Mr. Jordanou möchte die Dinge hinter sich lassen und mit seinem Leben weitermachen.“

Jordanou selbst ist auf Kaution frei und wird das nächste Mal im September vor Gericht erscheinen.

Mit einem großangelegten Schneeballsystem sollen die Betrüger in den letzten Jahren 100 Millionen australische Dollar erwirtschaftet haben. Nach Behördenangaben soll auch der Poker Pro Bill Jordanou Teil der Betrügerbande gewesen sein.

Sein Steuerberater Robert Zaia aus Melbourne soll durch gefälschte Dokumente Zugriff auf Darlehen der Commonwealth Bank erhalten und diese auf verschiedene Privatkonten seiner Kunden transferiert haben. Zu diesen soll auch Bill Jordanou und bis zu 20 weitere Personen gehört haben. Bereits 2012 hatten Behörden die Büros des Steuerberaters durchsucht und dabei die gefälschten Dokumente entdeckt.  Das Betrugssystem flog auf, als bekannt wurde, dass mehrere Kredite angeblich von der Bank für öffentliche Projekte vergeben wurden, welche allerdings nie verwirklicht wurden. Vielmehr soll Zaia die Gelder abgefangen und auf die Konten seiner Kunden transferiert haben.

Zu den Kunden sollen neben Jordanou auch noch weitere bekannte Pokerspieler der Asia Pacific Poker Tour gehören, die namentlich aber nicht genannt wurden. Die Anwälte der Angeklagten sagten, dass ihre Klienten mit den Behörden kooperieren werden aber keinerlei Kommentare zu den Vorwürfen abgeben.

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