Umstrittene Auktion: Westspiel verkauft Warhol Bilder für €151 Millionen zur Sanierung der Casinos

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Bereits Mitte Oktober hatten wir darüber berichtet, dass zwei wertvolle Gemälde von Andy Wahrhol vom weltbekannten New Yorker Auktionshaus Christie’s versteigert werden sollen. Das Besondere daran, der Eigentümer war überraschenderweise die deutsche, staatliche Spielbankgruppe Westspiel. Nun wurden die Gemälde tatsächlich versteigert und brachten der Westspiel Gruppe unfassbare €151.5 Millionen. Mit dem Geld kann das Land Nordrhein-Westfalen nun die staatlichen Casinos sanieren. Ein Vorgehen, das durchaus umstritten ist und für Gesprächsstoff sorgt.

Die Versteigerung der zwei Bilder des berühmten amerikanischen Künstlers, Filmemachers und Verlegers Andy Warhol übertrafen dabei alle Erwartungen. Die beiden Gemälde „Triple Elvis“ und „Four Marlons“ brachten am Mittwochabend bei Christie’s in New York zusammen 151,5 Millionen. Gerechnet hatte die Westspiel Gruppe mit 120 Millionen Dollar.

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Dieses Geld könnte nun einige Westspiel Casinos retten. Denn der staatlich konzessierte Spielbankenbetreiber Westspiel, mit Standorten in Aachen, Bad Oeynhausen, Bremen, Bremerhaven, Dortmund-Hohensyburg, Duisburg und Erfurt hatte in den vergangenen Jahren ein schwierigen Stand. Allein im Jahr 2012 musste man Verluste von 8 Millionen Euro bilanzieren. Trotz dieser erschreckenden Tendenz ist ein Casino in Köln in Planung, welches weitere Millionen allein an Baukosten verschlingen wird.

Doch die Versteigerung der Gemälde ist hochumstritten. Kritiker sehen darin einen Ausverkauf der nationalen Kunst zur Stopfung von Haushaltslöchern. Denn die Bilder wurden in den 70ern von öffentlichen Geldern zu einem Bruchteil des jetztigen Wertes zur Ausstattung des Casinos Aachen erworben und nun zur Sanierung der Casinos verkauft.

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