Breaking News: Razzia im Amaya Hauptquartier in Montreal

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Wie das Forbes Magazin vor wenigen Stunden zuerst berichtete, gab es am gestrigen Donnerstag eine Razzia im Hauptquartier von Amaya in Montreal. Daran beteiligt waren sowohl Bundesbehörden als auch lokale Polizeibeamte. Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) und die Finanzbehörden des Autorité des Marchés Financiers (AMF) von Quebec untersuchten auch die Investment Bank Canaccord Genuity und das Versicherungsunternehmen Manulife Financial im Rahmen der gleichen Aktion.

Die genauen Gründe für die Razzia wurden bisher noch nicht bekanntgegeben, doch ein Srpecher der AMF sagte gegenüber Forbes, dass die Razzia ein „Teil einer AMF Untersuchung gegen Amaya“ sei und dass er aber nicht weiter ins Detail gehen könne.

Eric Hollreiser, der Sprecher von Pokerstars, welches von Amaya gekauft wurde, sagte, dass Amaya mit den Behörden kooperiere, er jedoch zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Informationen preisgeben dürfe.

Im Sommer 2014 tauchte Amaya mit einem Paukenschlag auf der Bildfläche auf, als das Gaming Unternehmen die Rational Group und damit Pokerstars und Full Tilt für $4.9 Milliarden kaufte. Die Amaya Aktie erlebte dadurch riesige Gewinne, nicht nur nach dem Kauf sondern auch schon davor, als nur die Gerüchte kursierten. Eventuell könnte dies die Finanzbehörden auf den Plan gerufen haben wegen des Verdachts auf Insider Trading.

Am späten Donnerstagabend hatte Amaya ein Statement veröffentlicht und bestätigt, dass die Untersuchungen in Bezug zum Kauf und den gehandelten Aktien stehen, es jedoch nach Wissen des Unternehmens keine Anschuldigungen wegen Fehlverhaltens beim Kauf der Rational Group gebe.

Die Tatsache, dass jedoch auch eine Investment Bank Teil der Untersuchungen ist, legt dies jedoch nahe und weist auf den möglicherweise illegalen Status der Aktivitäten von Pokerstars in Kanada hin. Aktuell haben die staatlichen Glückspielanbieter eine Monopolstellung in Kanada und dürfen als einzige legal Online Glücksspiel anbieten, obwohl „Lotto-Quebec“ hart daran arbeitet, dass auch private Anbieter wie Pokerstars Lizenzen bekommen. Nach dem Kauf durch Amaya hat sich Pokerstars aus vielen sogenannten Grey- und Black Markets zurückgezogen, doch operierte dennoch weiterhin in Kanada, denn die Behörden dort schienen bei weitem nicht so genau hinzuschauen, wie im Nachbarland USA. Doch dies hat nun scheinbar ein Ende.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden, sobald es neue Informationen in dem Fall gibt.

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