Absturz der Amaya Aktie durch Ermittlungsverfahren

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Ende der Woche berichteten wir darüber, dass die Büroräume des Gaming-Riesen Amaya in Montreal durchsucht wurden. Nicht nur in der Pokerszene sorgte die Meldung für viel Furore und angeregte Diskussionen über die möglichen Hintergründe sondern auch die Börse reagierte. So musste die Amaya Aktie deutliche Verluste erleiden.

Wie das Forbes Magazin berichtet, verlor die Aktie Ende der Woche 20 Prozentpunkte, zwischenzeitlich erreichte sie sogar ein Tief von 25 Prozent. Es wird sich aber erst in den nächsten Tagen zeigen, ob dieser Absturz dauerhaft sein wird oder nur eine kurzfristige Reaktion auf die Negativschlagzeilen war. Mittlereile hat auch Forbes seinen ersten Artikel zu dem Thema leicht relativiert und das Wort „Raid“, also Razzia aus der Headline gestrichen, wie es noch in der ursprünglichen Version der Fall war.

Im vergangenen Sommer erlebte die Aktie von Amaya eine ganz andere Entwicklung. Nach dem Kauf von Pokerstars und Full Tilt für $4.9 Milliarden, schoss die Aktie um 340 Prozent in die Höhe. Dies führte wohl auch zu dem nun laufenden Ermittlungsverfahren, denn die Behörden vermuten wahrscheinlich einen Insiderhandel.

Was an den Vorwürfen dran ist, wird sich erst noch zeigen, wenn es weitere Informationen in dem Fall gibt. Mittlerweile wird aber auch nicht mehr davon gesprochen, dass „gegen“ Amaya“ sondern „bei“ Amaya ermittelt wird. Und da im Zentrum der Untersuchungen auch die Finanzdienstleister Canaccord Genuinity und Manulife Financial stehen, könnte es auch durchaus um Vorgänge vor der Pokerstars Zeit gehen. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden sobald es neue Erkenntnisse gibt.

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