Paul Phua: Beweise des FBI illegal beschafft?

paul phua

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Las Vegas – Die Festnahmen rund um Sportwettenmogul Paul Phua letzten Juli wurden vom FBI als großer Schlag gegen die illegale Wettmafia bewertet. Nun aber scheint sich aber die Verteidigungsstrategie Phuas zu bestätigen, Richterin Peggy Leen hat am Montag die Beweisbeschaffung des FBI für nicht rechtmäßig erklärt. Das FBI hat sich damals unter dem Vorwand technisches Personal des Caesars zu sein, Zugang zu den Villen der vermeintlichen Wettpaten im Caesars Palace beschafft. Richterin Leen merkte außerdem an, dass nicht das Ergebnis eines Durchsuchungsbefehls diesen auch rechtfertigt. Phuas Verteidiger, Staranwalt David Chesnoff, bezeichnete Leens Entscheidung als „Triumph für die Bürger, die zeigt, dass Gerichte die Grundrechte der Konstitution einfordern“. Von den damals insgesamt 8 Verhafteten, sind Paul und sein Sohn Darren Phua die einzigen, die noch in Haft sind. Unter anderem hatte Richard Yong sich im Dezember vor Gericht schuldig bekannt und hat eine Strafe von insgesamt $400.000 bezahlt. Der Deal hat sich für ihn aber finanziell gelohnt, da er nun in Freiheit letzte Woche das Aussie Millions $100k Turnier gewinnen konnte.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es wird erwartet, dass die Anklage Berufung einlegen wird. Ohne die Beweise, die durch den fragwürdigen Zugang des FBI zu den Räumlichkeiten der Angeklagten besorgt wurden, würde sich der Fall fast komplett in Luft auflösen. Hier ein Video welches Auszüge aus dem umstrittenen Zugang des FBI im Juli letzten Jahres zeigt:

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