Glücksspielgeschäfte der Mafia auf Malta

BetuniquniqgroupNeue Erkenntnisse bei den Untersuchungen gegen die auf Malta betriebene Firma Uniq Group Limited, die laut italienischer Behörden angeblich durch die kriminelle Mafia Organisation „Ndrangheta“ geführt werden soll. Es wird angenommen, dass die „Ndrangheta“ eine Vielzahl von lizensierten Glücksspielfirmen auf Malta führt, um ihr Geld zu waschen. Die Uniq Group Limited wurde 2010 auf Malta gegründet und wird geführt von Mario „Mariolino“ Gennaro. Gennaro soll für seine engen Verbindungen zu dieser Organisation bekannt sein.

Kürzlich geriet auch der Sohn des früheren maltesischen Ministerpräsidenten ins Ziel der Fahnder. David Gonzi, der Sohn des ehemaligen Politikers Lawrence Gonzi tauchte laut Zeitungsbericht der „Times of Malta“ mehrfach in dem aus 700 Seiten bestehenden Untersuchungsschriftstücks auf und wurde diesbezüglich befragt. Gonzi wird vorgeworfen mit seiner Firma GVM Holdings Geschäfte mit den besagten Firmen geführt zu haben. Jedoch weist er jegliche Anschuldigungen gegen ihn von sich ab und behauptet der herausgegebene Bericht der italienischen Behörden sei nicht korrekt. Er sprach weiterhin davon, dass er mit seiner Firma GVM Holdings lediglich eine Beraterfunktion für die Uniq Group und BetSolutions4U ausgeübt habe. 

Vor etwa zwei Wochen wurden bei einer Razzia einer Anti-Mafia Einheit der italienischen Polizei mit dem Codenamen „Gambling“ 41 verdächtige Personen, die unter dem Verdacht stehen für „Ndrangheta“ zu arbeiten, festgenommen. Insgesamt wurden 82 Online Glücksspielseiten vorerst vom Netz genommen und den Firmen die Lizenzen entzogen. Zudem wurden über €2 Milliarden von den Behörden beschlagnahmt.

Die beschuldigten Firmen Uniq Group, Betsolution4U und FenPlay haben bei der maltesischen Glücksspielbehörde bereits eine Gegenklage eingereicht und fordern ihre Lizenzen zurück. 

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