Portugal entzieht sich dem weltweiten Spielerpool und folgt damit Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien

Portugal-flagAnfang dieser Woche gab Portugals SRIJ Direktor (Serviço de Regulação e Inspeção de Jogos) und Beauftragter zur Regulierung von Online Poker Manuel Bandeira bekannt, dass sich Portugal zukünftig aus dem Online Poker Geschäft vom weltweiten Markt abgrenzen wird. Obwohl sich viele große Online Poker Anbieter bereits vom portugiesischen Markt entfernt haben, war es auf einigen kleineren Seiten bis zum heutigen Zeitpunkt immer noch möglich sich mit anderen Spielern in der Welt zu messen.

Der Richtungswechsel kommt für viele überraschend, da man eigentlich damit gerechnet hatte, den Markt auf eine andere Art und Weise zu reglementieren. Nun folgen die Portugiesen dem Beispiel von Italien, Frankreich und Spanien, die sich bereits seit einiger Zeit vom restlichen Poker Online Markt losgelöst hatten.

Wirft man einen genaueren Blick auf die neue Regelung, trifft sie die Spieler aus Südeuropa härter als man annehmen sollte. Poker gilt in Portugal als Glücksspiel und demnach müssen Gewinne mit 30% besteuert werden. Das macht es für viele Portugiesen nahezu unmöglich weiterhin gewinnbringend zu pokern. Interessant ist auch, dass Portugal Gewinne aus Sportwetten vergleichsweise geringer besteuert. Ausgenommen von Pferdewetten, liegt man hier in Bereichen zwischen 8%- 16%, die ein erfolgreicher Tipper von seinem Gewinn an den Staat abführen muss.

Ob ein kleines Land wie Portugal es schaffen wird den Poker Markt selbst zu regulieren, wird sich bald zeigen. Nachdem sich Frankreich, Italien und Spanien für einen Alleingang entschieden hatten, gingen die Spielerzahlen in den Ländern zunächst in den Keller. Da Portugal weitaus weniger Einwohner zählt als seine drei Vorgänger, könnte sich dieses Unterfangen durchaus als schwierig gestalten und die Poker Community in Portugal leicht zum erliegen bringen.

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