Gericht in Kentucky urteilt $870 Millionen Strafe für Amaya

JustiziaDas Urteil im Rechtsstreit zwischen Amaya und dem US-Bundesstaat Kentucky ist nun doch deutlich höher ausgefallen als zuvor erwartet. Stand vor gut einer Woche noch die Summe von $290 Millionen im Raum, so berief sich das Gericht bei seinem Urteil am Mittwoch auf ein altes Gesetzt, das im US-Bundesstaat Kentucky Gültigkeit besitzt und die Entschädigungssumme um das dreifache auf $870 Millionen ansteigen ließ.

In dem Rechtsstreit, der bereits seit 2008 läuft, fordert der amerikanische Bundesstaat von PokerStars Entschädigungszahlungen für den Zeitraum zwischen 2006 – 2011. In dieser Zeit hat sich der Online Poker Anbieter über die Glücksspielgesetze in Kentucky hinweggesetzt und den Bürgern in dem Staat ermöglicht, das illegale Online Angebot zu nutzen. Über das Urteil zeigte sich Amaya alles andere als erfreut und hat bereits angekündigt, Berufung gegen das Urteil einzulegen. In einem Statement eines hochrangigen Mitarbeiters des kanadischen Gaming Riesen hieß es, die Forderungen seien völlig absurd und übertrieben. Ein völlig veraltetes Gesetz wurde auf ungeheuerliche Art und Weise missbraucht.

Bedenkt man, dass der Umsatz von PokerStars in Kentucky während der besagten Zweit lediglich $18 Millionen war, ist dies doch eine enorme Forderung des US-Bundesstaates. Zudem kommt hinzu, dass sämtliche Gelder einzig und allein in die Staatskasse fließen würden und keiner der eigentlichen Spieler aus Kentucky entschädigt werden würde. Im Zuge dessen, reichte die Poker Player Alliance (PPA) bereits eine Nebenklage ein. Die PPA fordert, dass nicht der US-Bundesstaat sondern vielmehr die „geschädigten“ Spieler Geld aus dem Urteil erhalten sollen.

 

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