Erfolg mit System: Bankroll Management bei Casinospielen

bankroll-pokerEin durchdachtes Finanzmanagement, auch Bankroll Management genannt, hilft dem Casinospieler dabei, stets liquide zu bleiben. Denn auch im Glücksspiel gilt es, mit dem eigenen Geld zu haushalten, zu hohe Risiken zu vermeiden und sich persönliche Limits zu setzen. Einige Profi-Spieler gehen sogar so weit, zu behaupten, dass eine perfekt durchgeplante Bankroll – gepaart mit einem guten Schuss Selbstdisziplin – auf Dauer mit großer Sicherheit eher zu Gewinnen führen wird. Schaden kann eine solide Finanzplanung jedenfalls nicht, wie wir es bereits aus dem privaten und gewerblichen Bereich wissen. Aber wie funktioniert das Bankroll Management für Zocker?

Bankroll Management als Basis für das professionelle Spiel

Wer öfter mal den Weg ins Casino findet und dort seine Glücksspielleidenschaft auslebt, ganz egal ob online oder offline, ist sicherlich mit einer nachhaltigen Finanzplanung gut beraten. Auch reinen Gelegenheitsspielern können einige Regeln des Bankroll Managements durchaus hilfreich sein, vor allem dann, wenn sie mit einer größeren Summe ins Rennen gehen. Während die erstgenannte Gruppe das Ziel verfolgt, regelmäßig größere Geldsummen beiseitezulegen und vielleicht sogar auf diese Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, geht es der zweiten Gruppe in erster Linie darum, die Spielbank nicht als Verlierer mit leeren Taschen zu verlassen und möglichst viel Spaß sowie Unterhaltung für ihren Einsatz zu erhalten.

Um das eigene Management-System in die Tat umzusetzen, sind folgende Voraussetzungen nötig:

– exakte Planung

– festes Geldbudget

– Einsatz- und Gewinnlimits

Selbstdisziplin

– ein seriöses Casino mit fairer Auszahlung

 

Bankroll Management in der Praxis: Auf der sicheren Seite bleiben

Wie bereits an den genannten Voraussetzungen erkennbar, geht es im Bankroll Management für Casinospieler darum, immer auf der sicheren Seite zu bleiben. Darum trägt der clevere Zocker dafür Sorge, dass sein Glückspieleinsatz auf keinen Fall die persönlichen finanziellen Reserven angreift. Logischerweise steht also am Anfang aller Planung die Frage im Raum: Wie viel Verlust könnte ich mir theoretisch pro Monat leisten? Diese Summe stellt den höchsten Betrag dar, der im Glücksspiel zum Einsatz kommen darf, am besten wird sie gleich zu Monatsanfang auf ein separates Konto überwiesen oder anderweitig angeknackst.

 

Nun beginnt das Rechnen: Welcher Anteil des zurückgelegten Geldes darf pro Spieltag oder Spieldurchlauf eingesetzt werden? Ist das festgelegte Tagesbudget verspielt, endet der Spielbankbesuch damit; bei Aufbrauchen des Monatsbudgets muss bis zur nächsten Gehaltsauszahlung pausiert werden. Diese Regel sollte dem Glücksspieler in Fleisch und Blut übergehen, damit das Finanzsystem dauerhaft auf soliden Beinen steht. So endet vielleicht mancher Tag oder Monat vorzeitig mit einem gewissen Frustrationslevel, doch die Aussicht auf ein baldiges neues Spiel mit frischen Gewinnchancen tröstet sicher darüber hinweg.

 

An einigen Tagen wird es aber auch satte Gewinne in der Kasse geben, dies darf jedoch nicht zum Anlass genommen werden, sämtliche Limits zu vergessen. Ganz im Gegenteil: Ein schlauer Spieler legt sich das gewonnene Geld ab einem bestimmten Betrag zurück – zum Beispiel nach Erreichen von 100 Euro – um sich damit vielleicht einen zusätzlichen Casinobesuch zu leisten, das Geld zu sparen oder einfach etwas Schönes davon zu kaufen. Mit dem noch vorhandenen Tagesbudget kann er, wenn er möchte, durchaus weiterspielen und eventuell weitere Gewinne einheimsen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass von einer höheren Siegesprämie stets etwas übrigbleibt – und vielleicht vermehrt sich die Gewinnsumme bis zum Ende des Tages sogar noch weiter. An manchen besonderen Glückstagen kann so durchaus eine weitere Monats-Bankroll zusammenkommen, mit deren Hilfe der Spieler zum Beispiel die Tageseinsätze der nächsten Wochen erhöht, um noch profitablere Gewinnsummen ins Auge zu fassen.

 

Praxisbeispiel: Einsätze verwalten im Roulette

Die gewissenhafte Geldverwaltung birgt einen wichtigen Vorteil in sich: das Plus an finanzieller Sicherheit. Dabei spielt die tatsächliche Höhe des zur Verfügung stehenden Budgets keine Rolle, solange sie eingehalten wird.

Ein schlauer Roulettespieler wird sich zu Monatsbeginn sein für das Spiel reservierte Geld beiseitelegen, zum Beispiel, indem er es bei seinem bevorzugten Online-Casino einzahlt oder in einem E-Geld-Institut (E-Wallet) hinterlegt. So steht ihm alle vier Wochen dieselbe Summe zur Verfügung, um seine Roulette-Leidenschaft online auszuleben. Wer lieber live im Casino vor Ort am Roulettetisch sitzt und den Croupier beim Spiel in die Augen blickt, der überweist die entsprechende Summe einfach auf ein Extra-Konto oder hebt sie bar ab, um sie, in Form eines einzelnen Tagessatzes, beim nächsten Spielbankbesuch dabei zu haben.

Zocker, die jeden Samstagabend – also viermal im Monat – Roulette spielen gehen, teilen ihr Monatsbudget in vier gleiche Teile ein. Jedes einzelne Tagesbudget wird wiederum so weit unterteilt, das es auch bei verlustreichem Spiel für den ganzen Abend ausreicht. Zu diesem Zweck hat sich das Festlegen eines Maximaleinsatzes bewährt, der im Roulette zum Beispiel bei 20 Euro liegen kann. Zusätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, bei hohen Gewinnchancen den Maximaleinsatz zu erhöhen und ihn bei niedrigen Gewinnchancen zu minimieren. So könnte das Limit beim Setzen auf Rouge oder Noir auf 20 Euro festgelegt sein, für den Einsatz auf Plein steht in diesem Fall nur 1 Euro zur Verfügung.

Die folgenden Regeln liegen jedem wie auch immer gearteten Bankroll-System zugrunde:

– Wer große Risiken eingeht, benötigt eine große Bankroll.

– Wer hohe Einsätze tätigt, benötigt ebenfalls eine große Bankroll.

– Mit kleinem Budget ist zurückhaltendes Spielen unabdingbar.

– Wer alles auf eine Karte setzt, für den kann das Spiel schnell zu Ende sein.

– Ein Spieler, der viele kleine Einsätze tätigt, bleibt lange am Ball.

– Das vorgegebene Limit ist und bleibt unantastbar.

– Ohne Selbstdisziplin läuft nichts.

 

Woher stammt der Begriff »Bankroll«?

Zum Schluss noch ein kleiner Exkurs in die Geschichte des Bankroll Managements: Erfunden haben den Begriff die Pokerspieler, deren Handwerk nur zu einem gewissen Anteil mit Glück zu tun hat – der Rest besteht aus Know-how, Taktik und Disziplin. Gerade im Pokerbereich etablieren sich immer mehr Profis, die tatsächlich ihren Lebensunterhalt mit dem Kartenspiel bestreiten. Hier kommt es also ganz besonders darauf an, sich finanziell nicht zu übernehmen und das vorhandene Budget stets im Blick zu behalten. Feste Gewinn- und Verlustlimits für bestimmte Zeiträume erwiesen sich hier als naheliegendes Hilfsmittel, um dauerhaft den Überblick zu behalten. Dieses System haben sich inzwischen zahlreiche Glücksspieler aller Sparten abgeschaut – und fahren damit gut.

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