Peter Eastgates atemberaubende Beichte – „Ich war süchtig“

Eastgate bei seinem Titelgewinn
Eastgate bei seinem Titelgewinn

Er holte 2008 den wichtigsten Titel, den es beim Poker zu gewinnen gibt, aber in den letzten Jahren ist es ruhig um ihn geworden.

Peter Eastgate gewann bei seinem Sieg des WSOP Main Event 2008 über $9 Millionen, doch so richtig glücklich gemacht hat ihn dieser Mega-Erfolg offenbar nicht.

In einem hochinteressanten Interview mit Dirk Oetzmann von PokerListings.com, der den dänischen Ex-Weltmeister bei der WSOPC in Georgien (!) traf, spricht Eastgate sehr offen über seine Spielsucht und das offenbar recht unambitionierte Leben, das er seit seinem Triumph in Las Vegas führt.

Erschütternd ist dabei weniger, dass Eastgate offenbar eine Menge Geld bei Sportwetten verloren hat – schließlich reicht das, was von seinen Gewinnen übrig ist, locker für ein gutes Auskommen bis an sein Lebensende – sondern eher, dass der Däne nichts mit seinem weiteren Leben anzufangen weiß und sich so dahin treiben lässt.

Ein Bild aus alten Zeiten
Ein Bild aus alten Zeiten

Ein Studium der Biomedizin fing er zwar an, doch fiel er durch alle vier Prüfungen und flog damit von der Uni. Seitdem langweile er sich zwar nicht, aber von außen betrachtet sehe es sicher so aus, so Eastgate in seiner erstaunlich offenen Beichte.

Auf Vermittlung eines Freundes landete er nun bei der WSOPC in Georgien, wo er nach seinem Aus im Turnier ein wenig Cashgame spielt. Er spielt $1/$2 No-Limit Hold’em, also um Summen, die deutlich unter dem liegen, was er zum Beispiel bei der Fernsehsendung „High Stakes Poker“ spielte und dabei von den amerikanischen Profis deutlich die Grenzen aufgezeigt bekam.

Ein richtiges Comeback von Peter Eastgate wird es aber nicht geben. Nach der WSOPC in Tiflis fährt der dänische Ex-Weltmeister wieder nach Hause und führt dort wieder sein bescheidenes Leben. Doch halt, vielleicht nicht ewig: „Ich habe kein spezielles Interesse, aber ich weiß, dass ich eines finden muss, sonst werde ich das später bereuen.“

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