Edge-Sorting – Keine Entscheidung im Fall Phil Ivey

Der einst beste Pokerspieler der Welt Phil Ivey liegt mit dem Londoner Crocksfords Casino schon länger im Rechtsstreit, aber die Entscheidung wird noch dauern.

Ivey muss noch warten
Ivey muss noch warten

Im Prozess mit dem Casino geht es um schlappe 7,8 Millionen Pfund, die der Highroller sich nach Lesart des Casinos mit unlauteren Mitteln erschlichen hat.

Es geht dabei um Edge-Sorting, was in diesem Fall soviel heißt, dass man das Casino darum bittet, mit eigens mitgebrachten Karten Baccarat spielen zu dürfen.

Die Frage bei dem Prozess ist, ob es sich bei der von Ivey und dessen Begleiterin Cheung Yin Sun angewendeten Technik um Betrug handelt oder nicht.

Das jedenfalls ist die Position des Casinos und des ersten Richters, der 2014 darüber urteilte.

Am Mittwoch erschien Ivey zum Prozess und erzählte dort, dass er ein Spieler sei, der den Vorteil sucht.

Das Casino und dessen Anwälte dagegen argumentieren, Baccarat sei ein reines Glücksspiel und die Regeln basierten darauf, dass man nicht weiß, welche Karte kommt.

Noch hat Ivey ein wenig Schonfrist. Der Richter zog sich erst einmal zurück und will erst im September sein Urteil sprechen. Wie es aus Gerichtskreisen heißt, handle es sich um eine wichtige Rechtsfrage, die geklärt werden müsse.

Ein Kommentar zu “Edge-Sorting – Keine Entscheidung im Fall Phil Ivey

  1. „Es geht dabei um Edge-Sorting, was in diesem Fall soviel heißt, dass man das Casino darum bittet, mit eigens mitgebrachten Karten Baccarat spielen zu dürfen.“

    Das ist falsch. Er hat das Spiel nicht mitgebracht, sondern das was dort war genutzt und darum gebeten, dass es nicht ausgetauscht wird.

    Edge Sorting bedeutet, dass man sich Fehlern am Spiel zu Nutze macht um gegen das Haus zu gewinnen. Er hat eine Unregelmäßigkeit auf den Karten bemerkt und diese genutzt.

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