Poker-Bot Libratus trotz hoher Überlegenheit noch längst nicht perfekt und bald bereit für 6-Max Spiele

Poker-BotNach der Niederlage des Poker-Bots Claudio 2015 haben die Studenten der Carnegie Mellon Universität ganze Arbeit geleistet. Vor zwei Jahren noch unterlag das von ihnen erstellte Programm einem Team von menschlichen Pokerprofis. Mit dem neu konstruierten Poker-Bot Libratus allerdings, haben die daran arbeitenden Computerwissenschaftler es geschafft, die Anfälligkeiten von Claudio zu korrigieren und entsprechend zu verbessern.

In dem Heads-Up No Limit Hold´em Versuch, nahm Libratus den vier erfahrenen Pokerpofis Jason Les, Dong Kim, Jimmy  Chou und Daniel Macaulay in 120.000 Händen ganze 17.000 Big Blinds ab. Selbst ein wenig überrascht von dem guten Ergebnis des letzten Matches zwischen künstlicher Intelligenz und Profispielern, zeigte sich Student Noam Brown, der bei beiden Programmen zusammen mit CMU Professor Tuomas Sandholm mitentwickelte.

Seiner Meinung nach, waren die Profis dieses Mal nicht dazu im Stande, eine Schwachstelle bei Libratus auszumachen, wie das noch bei seinem Vorgänger Claudio der Fall war. Während Claudio noch viele Probleme damit hatte, das Spiel richtig zu eröffnen, wurden diese Ungereimtheiten bei Claudios Nachfolger stark verbessert.

Weiterhin sagte Noam Brown in dem Interview mit Cardplayer, dass er keinen Grund dafür sehe, dass Libratus mit etwas Anpassung nicht auch 6-Max Spiele leicht schlagen könne. Die Entwicklung dafür sollte problemlos machbar sein innerhalb der nächsten zwei Jahre. Als wäre das nicht schon erschreckend genug, meinte Brown weiter, dass Libratus noch längst nicht perfekt ist, und er mit diversen Updates sich selbst locker schlagen könnte.

Quelle: Cardplayer.com

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