Justin Bonomo kritisiert Auszahlungspraxis von PokerStars nach Turnierausfall

Justin Bonomo ist meinungsstark
Justin Bonomo ist meinungsstark

Vergangene Woche erlebten die Spieler auf PokerStars das, was für einen Veranstalter von Online-Turnieren zu den unangenehmsten Pannen zählt.

Durch einen Serverausfall wurden mehrere Turniere, unter anderem der SCOOP, unterbrochen und schließlich auch nicht zu Ende gespielt.

Für solche Fälle hat PokerStars eine klare Regelung parat, wie die Preisgelder ausgeschüttet werden:

Vor Erreichen des Preisgeldes bekommt jeder Spieler seine Turniergebühr zurück und der Preisgeldtopf wird nach einem bestimmten Schlüssel unter allen Spielern aufgeteilt, die noch dabei sind: Die Hälfte wird zu gleichen Teilen an die verbliebenen Spieler ausgeschüttet, und die andere Hälfte wird proportional zum Chipstand ausgeschüttet.

Laut Highroller Justin Bonomo weist dieses System gleich mehrere Mängel auf.

Zunächst gibt es Spieler, die Bonomo bekannt sind, die sich einfach für eines der abgebrochenen Turniere anmeldeten, und dann ohne eine gespielte Hand Profit machten. Ein Spieler etwa meldete sich für ein $2.100-SCOOP-Turnier an und erhielt auf diese Weise über $3.300.

Außerdem sei das System laut Bonomo ohnehin untauglich, da die bereits erspielten Chips nicht genug wert seien und Spieler, die bereits einen großen Stack erspielt haben, nicht genügend honoriert würden.

Weiterhin nannte er einen Fall, in dem ein Spieler mehr Geld gutgeschrieben bekam, als der erste Platz eingebracht hätte.

Unterm Strich ist das Auszahlungssystem von PokerStars aus Bonomos Sicht schlicht ungerecht und sollte durch eine ICM-Verteilung ersetzt werden.

Hier Bonomos Beschwerde im Wortlaut:

Bonomo

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