Bittere Niederlage – Ivey unterliegt im Crockfords-Streit in letzter Instanz

Ivey CrockfordsSeit fünf Jahren streitet Highroller Phil Ivey mit dem Londoner Crockfords Casino um die Summe von £7,7 Millionen, doch nun hat er eine entscheidende Niederlage hinnehmen müssen.

Der Oberste Gerichtshof entschied, dass die von Ivey angewandte Technik des so genannten Egde Sorting zwar kein Betrug sei, aber nicht dem normalen Spielverlauf entspreche.

Im Klartext heißt das, dass Ivey die gewonnene Summe nicht ausbezahlt bekommt, aber rechtlich auch nicht als Betrüger dasteht, wie es in vorausgegangenen Prozessen der Fall war.

Bittere Niederlage für Ivey samt Lebensgefährtin
Bittere Niederlage für Ivey samt Lebensgefährtin

Ivey muss sich nun damit abfinden, dass sein Gewinn unwiderruflich nicht ausbezahlt wird. Dazu gab es folgende Stellungnahme ab:

„Es ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn, dass der Oberste Gerichtshof gegen mich entschieden hat – gegen die Fakten und sämtliche Logik, die dem Glücksspiel innewohnt. Als ich im Crockfords Casino gespielt habe, ging ich davon aus, dass das Edge Sorting eine legitime Form des Advantage Plays ist, und dieser Überzeugung bin ich heute mehr denn je.“

Und weiter:

„… Für mich ist sehr frustrierend, dass die britischen Richter keine Erfahrung und kein Verständnis dafür haben, wie Casinos und Advantage Play funktionieren. Wäre dies der Fall gewesen, wäre das Ergebnis vermutlich zu meinen Gunsten ausgefallen.“

Am Pokertisch hat man Phil Ivey in den letzten Jahren nur noch selten gesehen, dafür in Gerichtssälen, denn einen ähnlichen Prozess trug er mit dem Borgata Casino aus.

 

 

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