Chip Dumping – Diskussionen um Mike Leahs WPT-Sieg

Mike Leah nach seinem Sieg bei der WPT Fallsview
Mike Leah nach seinem Sieg bei der WPT Fallsview

Erst vorgestern meldeten wir Mike Leahs Sieg beim WPT Fallsview – der bekannte Pokerprofi setzte sich gegen 516 Spieler durch und erhielt laut offiziellen Meldungen eine Siegprämie von knapp €353.000.

Mittlerweile wurde auch bekannt, dass Leahs erster WPT-Sieg unter zumindest ungewöhnlichen Umständen zustande kam.

Als das Heads-Up nach einer kurzen Pause begann, hatte Leahs letzter Gegner Ryan Yu eine 2 zu 1-Führung, dezimierte dann seinen Stack aber durch drei krasse Raise-Folds ohne Showdown auf das Minimum, ehe er den Rest auch noch verlor.

no-wpt-tragedy-king-leah-just-deals-chip-dumps-dramaWie später bekannt wurde, hatten sich die beiden auf einen ICM-Deal geeinigt, der bei der WPT eigentlich verboten ist, und Yu hatte dabei auf den, wie er hinterher beteuerte, für ihn bedeutungslosen Titel verzichtet.

Viele Spieler tadelten diese Vorgehensweise der beiden Spieler und kritisierten deren unsportliches Verhalten.

Leah äußerte sich auf Facebook ausführlich dazu und schrieb unter anderem: „Ich wollte dieses Turnier mehr als jedes andere unbedingt gewinnen – schon zu Beginn von Tag 2, als ich noch 20BB hatte, schrieb ich einem Freund, er solle wieder hierherreisen und sich den Finaltisch ansehen – ich würde das Turnier gewinnen.“

Noch nie zuvor hatte Leah ein WPT-Turnier gewonnen, und nun erfüllte er sich seinen Traum gegen einen Spieler, der offenbar kein Interesse an dem Titel und der damit verbundenen Qualifikation für das Champions-Turnier im Wert von $15.000 hatte.

Wie man den Fall auch bewertet, zugutehalten kann man den Spielern auf jeden Fall, dass sie sich nicht die Mühe machten, ihre Absichten zu vertuschen.

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