Rake-Debatte – Phil Galfond widerspricht Daniel Negreanu

Phil Galfond ist nicht nur Pokerspieler, sondern auch Unternehmer
Phil Galfond ist nicht nur Pokerspieler, sondern auch Unternehmer

Pokerprofi Phil Galfond, der seit Längerem eine eigene Pokerseite plant, deren Start sich allerdings verzögert, ist sicher einer der klügsten und engagiertesten Spieler der gesamten Szene.

Er kennt das Thema Rake aus beiden Perspektiven – dem Blickwinkel des Spielers und nun auch dem Blickwinkel des Unternehmers.

In seinem neuesten Blog nimmt Galfond direkt Bezug auf einen Beitrag von Daniel Negreanu, der in der Pokerszene bereits für Diskussionen gesorgt hatte.

Negreanu stellte dabei die These auf, dass Rake immer ein Problem sei, die besten Spieler aber in der Lage seien, dies zu schlagen. Ein Freizeitspieler dagegen verliere trotz höheren Rakes weniger, wenn die Spieler nicht zu stark seien, als wenn er sich in einem Haifischbecken bewege, wo er obendrein bald die Lust verliert. Aus diesem Grund sei es für die Freizeitspieler kein Problem, wenn ein paar Haie durch das Rake vertrieben würden.

Daniel Negreanu verteidigt seinen Sponsor
Daniel Negreanu verteidigt seinen Sponsor

Galfond widerspricht dem und wendet sich dabei direkt an Negreanus Sponsor Amaya bzw. PokerStars.

Er meint: „Wenn Amaya glaubt, dass ihre Kunden Spiele wollen, die sie nicht schlagen können, … , ist es richtig, sich darauf zu verlegen.“

Und weiter: „Blackjack, Roulette, Craps, Poker … man kann diese Spiele allesamt als Glücksspiele bezeichnen, doch unterscheidet sich Poker vom Rest. Wir sind Pokerfans, weil die Schönheit des Spiels in diesem Unterschied liegt.“

Die Konsequenz sieht für Galfond so aus: „Ich wäre nicht im Geringsten davon überrascht, wenn PokerStars durch die Einführung von immer schnelleren Spielen mit hohem Rake immer mehr Geld verdient. Doch wenn man die Partien nicht mehr schlagen kann, werden sie damit unendlich viele Spieler vertreiben.“

Es folgt der entscheidende Punkt: „Es wird immer Millionen Spieler geben, die echtes Poker spielen wollen, das man schlagen kann. Wenn PokerStars diesen Bedarf nicht deckt, macht es jemand anders.“

Natürlich meint Galfond damit partypoker und seine eigene Poker-Plattform, deren Start aber wie erwähnt weiter auf sich warten lässt…

 

 

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