Courchevel – kleiner Varianten-Guide

poker-cards-all-laid-out-on-the-tableNo Limit Hold’em und Pot Limit Omaha sind zweifelsohne die populärsten Pokervarianten. Nicht nur Online, sondern auch während der verschiedenen Poker Festivals werden diese zur Genüge gespielt. Die Popularität von Hold’em sorgt sogar dafür, dass die Faszination Poker immer weiter anhält. Doch irgendwann kommt bei vielen Spielern der Punkt, wo zur Abwechslung etwas Neues hermuss. Courchevel, ein spannendes Action-Game, welches ursprünglich von Omaha adaptiert wurde, ist genau die richtige Form, um den Alltag aufzulockern.

Die Regeln, mehr dazu etwas später, sind daher ähnlich zu 5 Card Omaha. Neben der Abwechslung gibt es aber auch noch einige andere Gründe, um sich mit Courchevel zu beschäftigen:

  • Der Spieler erhält einen neuen Blick auf zentrale Pokerthemen, die dann auch bei No Limit Hold’Em oder Pot Limit Omaha zum Tragen kommen.
  • Es gibt deutlich weniger Informationen rund um Courchevel, wodurch das generelle Spielniveau niedriger ist.
  • Bei Dealer’s Choice Mixed Games wird Courchevel durchaus häufiger mal gespielt.

Die spannende Variante lässt sich grundsätzlich mit der Limit, Pot Limit und No Limit Ausprägung antreffen. Wie bereits angedeutet, ähneln die Regeln von Courchevel dabei denen des 5 Card Omahas: Jeder Spieler erhält zu Beginn fünf verdeckte Holecards ausgeteilt. Anschließend werden fünf weitere Community Cards aufgedeckt, die von allen Spielern genutzt werden müssen. Das Ziel ist es nun mit exakt zwei Holecards und exakt drei Gemeinschaftskarten die beste Pokerhand zu bilden. Als Besonderheit wird die erste Flop-Karte bereits vor der Preflop Setzrunde offen gedealt. Abgesehen von dieser kleinen Feinheit, unterscheidet sich der Ablauf einer Partie Courchevel nicht von anderen Varianten.

So wie andere Varianten, lässt sich auch Courchevel zusätzlich zur High-Variante auch in einer Hi/Lo-Form spielen. Hierbei wird der Pot immer zwischen der besten High- und der besten Low-Hand aufgeteilt. Um diese zu bilden, darf der Spieler unterschiedliche Kombinationen aus den eigenen Holecards sowie den Gemeinschaftskarten bilden, es muss aber sowohl für die High- als auch die Low-Hand immer zwei verdeckte Holecards und drei Gemeinschaftskarten genutzt werden. Die Besonderheit, und damit auch die Abgrenzung zu 5 Card Omaha, in Form der offenen ersten Flop-Karte, findet auch hier Anwendung. Davon abgesehen wird das Spielprinzip „8 or better“ bei der Bestimmung der besten Low-Hand angewandt. Damit sich eine entsprechende niedrige Kombination bilden lässt, muss der Spieler fünf verschiedene Kartenwerte mit der Acht oder niedriger aufweisen. Gibt es keine qualifizierende Low-Hand, gewinnt die beste High-Hand den gesamten Pot. Die Rangfolge, um die beste Low-Hand zu bilden, wird durch die „Ace to five“ bzw. auch „California-System“ genannte Vorgehensweise ermittelt. Dabei werden Straights und Flushes vollständig ignoriert; beginnend vom Ass ausgehend dann nach oben gezählt. Die beste mögliche Low-Hand wäre demnach die A, 2, 3, 4, 5 gefolgt von der A, 2, 3, 4, 6 usw. In der Terminologie dieser Form wird die Hand entsprechend der höchsten Karte betitelt: das erste Beispiel wäre also ein „Five-Low“, das zweite Beispiel ein „Six-Low“ usw.

Auch die Hi/Lo-Spielform von Courchevel lässt sich in der Limit, der Pot Limit und der No Limit Ausprägung spielen. Turniere sind dabei ebenso möglich wie Cash Game, wobei insbesondere große Online-Serien wie die World Championship of Online Poker (WCOOP) gerne auf solche Varianten zurückgreift. Dabei wird der Trend befolgt, dass ein erfolgreicher Pokerspieler möglichst komplett und in einer Vielzahl an Varianten überzeugen sollte. Altmeister Doyle Brunson ist beispielsweise bekannt dafür, mehr Varianten zu beherrschen als sonst irgendein Spieler. Dies zeigte er in der Vergangenheit nicht nur in seinen Büchern „Super System“, sondern auch bei zahlreichen weiteren Gelegenheiten.

Photo by Arcaion (Author), CC0 (Licence)

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