{"id":1707,"date":"2026-01-15T13:39:05","date_gmt":"2026-01-15T12:39:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hochgepokert.com\/at\/?p=1707"},"modified":"2026-01-15T13:39:06","modified_gmt":"2026-01-15T12:39:06","slug":"gluecksspielmonopol-in-oesterreich-neuer-entwurf-betrifft-poker-und-casinos-austria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hochgepokert.com\/at\/2026\/01\/15\/gluecksspielmonopol-in-oesterreich-neuer-entwurf-betrifft-poker-und-casinos-austria\/","title":{"rendered":"Gl\u00fccksspielmonopol in \u00d6sterreich: Neuer Entwurf betrifft Poker und Casinos Austria"},"content":{"rendered":"
Die \u00f6sterreichische Bundesregierung bereitet einen neuen gesetzlichen Entwurf f\u00fcr die kommende Ausschreibung des Gl\u00fccksspielmonopols vor. Das Finanzministerium best\u00e4tigte, dass derzeit an einer Vorlage gearbeitet wird, die die Grundlage f\u00fcr das neue Konzessionsverfahren bilden soll. Parallel dazu fordern Teile der Branche weiterhin eine \u00d6ffnung des Marktes.<\/p>
Das \u00f6sterreichische Bundesministerium f\u00fcr Finanzen<\/a> hat best\u00e4tigt, an einem neuen Entwurf zu arbeiten, der in den kommenden Monaten pr\u00e4sentiert werden soll. Dieser Entwurf soll als Basis f\u00fcr die n\u00e4chste Casino-Ausschreibung dienen, die im Zuge der Erneuerung des Gl\u00fccksspielmonopols ansteht.<\/p> Nach Angaben eines Ministeriumssprechers sieht der Entwurf einheitliche Standards beim Spielerschutz f\u00fcr Online- und landbasierte Anbieter vor. Geplant sind zudem altersabh\u00e4ngige Verlustlimits sowie die Einrichtung einer unabh\u00e4ngigen Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde. Dar\u00fcber hinaus enth\u00e4lt die Vorlage Ma\u00dfnahmen gegen nicht lizenzierte Anbieter, darunter Zahlungs- und Domain-Sperren sowie hohe finanzielle Strafen.<\/p> Bereits im Dezember war ein interner Entwurf aus dem Finanzministerium \u00f6ffentlich geworden. Dieser sah eine Fortf\u00fchrung des bestehenden Monopolmodells vor, kombiniert mit einer versch\u00e4rften Bek\u00e4mpfung illegaler Online-Angebote. Vorgeschlagen wurden unter anderem verdeckte Testspiele durch Aufsichtsbeh\u00f6rden und strengere Werbebeschr\u00e4nkungen f\u00fcr ausl\u00e4ndische Casinos.<\/p> Nach deutlicher Kritik ruderte das Ministerium zur\u00fcck und erkl\u00e4rte, dass das geleakte Dokument \u00fcberarbeitet werde. Offizielle Details zu einer m\u00f6glichen Abkehr vom Monopolmodell wurden bislang nicht genannt.<\/p> Aktuell existiert in \u00d6sterreich eine einzige Lizenz f\u00fcr Lotterien und Online-Gl\u00fccksspielangebote. Diese 15-j\u00e4hrige Konzession liegt bei Win2day, einer Marke der Casinos Austria<\/a>. Das Unternehmen h\u00e4lt zudem s\u00e4mtliche zw\u00f6lf Lizenzen f\u00fcr landbasierte Casinos.<\/p> An Casinos Austria ist wiederum die staatliche Beteiligungsgesellschaft \u00d6BAG mit 33% beteiligt. Sechs der bestehenden Offline-Casino-Lizenzen sowie die Online-Lizenz laufen 2027 aus. Die verbleibenden sechs Konzessionen enden nach aktueller Rechtslage im Jahr 2030.<\/p> Innerhalb der Branche wird diskutiert, ob eine verst\u00e4rkte Durchsetzung gegen illegale Anbieter Teil eines k\u00fcnftigen Mehrlizenzsystems sein k\u00f6nnte oder stattdessen das Monopol absichert. Abh\u00e4ngig von politischen Verhandlungen reichen die m\u00f6glichen Ergebnisse von einer Fortsetzung des Status quo bis hin zu einer vollst\u00e4ndigen Markt\u00f6ffnung.<\/p> Im Falle einer Liberalisierung wird ein Modell mit mehreren Lizenznehmern diskutiert. Branchenvertreter verweisen in diesem Zusammenhang auf vergleichbare M\u00e4rkte innerhalb Europas und auf die geplante Einrichtung einer unabh\u00e4ngigen Gl\u00fccksspielbeh\u00f6rde bis 2029.<\/p> Mehrere Gl\u00fccksspielanbieter sprechen sich \u00f6ffentlich gegen das bestehende System aus. Monika Racek, CEO des \u00f6sterreichischen Anbieters Admiral, verweist auf eine zunehmende Abwanderung von Spielern in den Schwarzmarkt. Dort gebe es weder Limits noch Spielersperren oder staatliche Kontrolle.<\/p>R\u00fcckzug nach Kritik an geleaktem Reformpapier<\/h2>
Bestehende Struktur des \u00f6sterreichischen Gl\u00fccksspielmarkts<\/h2>
Spannbreite m\u00f6glicher Szenarien<\/h2>
Betreiber fordern Ende des Monopols<\/h2>