
Beim WSOP Main Event 2026 geht es für neun verbliebene Spieler um den größten Titel des Jahres und 10 Millionen Dollar für den Sieger. Wenn der Final Table am 3. August fortgesetzt wird, könnten neben den Chipständen vor allem Sitzposition, Stackgrößen und die unterschiedlichen Spielstile darüber entscheiden, wer den entscheidenden Schritt in Richtung Bracelet macht.
Lucas Jumalon muss seinen riesigen Vorsprung schützen
Die mit Abstand beste Ausgangsposition beim WSOP Main Event 2026 besitzt Lucas Jumalon. Der 22-Jährige startet mit 194 Millionen Chips und 129 Big Blinds. Damit hält er mehr Chips als die fünf kleinsten Stacks zusammen. Genau diese komfortable Situation könnte allerdings zusätzlichen Druck erzeugen.
Für Lucas Jumalon besteht die Herausforderung darin, seinen Vorsprung aggressiv zu nutzen, ohne unnötig große Pots gegen Widerstand zu spielen. Besonders Lauri Saaskilahti und Michael Gagliano könnten versuchen, seine häufigen Eröffnungen mit Re Raises unter Druck zu setzen.
Short Stacks brauchen schnell die richtigen Spots
Am anderen Ende der Rangliste steht Evagoras Evagorou mit lediglich 22,5 Millionen Chips und 15 Big Blinds. Er sitzt zudem unmittelbar vor Jumalon. Dadurch kann der Chipleader mit seinem gewaltigen Stack enormen Druck auf den Zyprer ausüben.
Ähnlich angespannt ist die Situation für Han Feng. Mit 25 Millionen Chips und 17 Big Blinds verfügt der US Amerikaner nur über begrenzten Spielraum. Für ihn wird entscheidend sein, seine All ins zum richtigen Zeitpunkt anzusetzen. Direkt hinter ihm sitzt mit Rami Hammoud ein Spieler, der über 79 Millionen Chips verfügt.
Auch die mittleren Stacks stehen unter Druck
Zwischen den beiden Extremen befinden sich mehrere Spieler mit vergleichbaren Chipständen. Michael Gagliano startet mit 46,5 Millionen Chips, Mario Boos mit 44 Millionen und Greg Mueller mit 48,5 Millionen.
Für Greg Mueller könnte vor allem Jamie Shaevel zum Problem werden. Shaevel sitzt direkt hinter dem Kanadier und verfügt mit 56 Millionen Chips über den größeren Stack. Dadurch könnte er Muellers Möglichkeiten für aggressive Aktionen deutlich einschränken.
Rami Hammoud befindet sich mit 79 Millionen Chips auf Rang zwei, muss allerdings zwischen den beiden Short Stacks Han Feng und Evagoras Evagorou besonders aufmerksam agieren.
Wenn am 3. August die Karten wieder in der Luft sind, treffen damit neun völlig unterschiedliche Ausgangslagen aufeinander. Zwischen 15 und 129 Big Blinds ist praktisch jede Stackgröße vertreten und jeder Fehler kann angesichts der enormen Preissprünge entscheidend sein.









