„Lucky River“ rettet Poker-Pro das Leben

Zwei Dinge sorgten für eine ganze Flut von neuen „Poker-Pros“. Der Kinostreifen Rounders (1998) und Chris Moneymaker, der 2003 den Main Event der World Series of Poker gewann. Der Moneymaker-Effekt brachte Horden von Spielern an den virtuellen Filz und der Pokerfilm, mit Edward Norton und Matt Damon, ihnen den Entschluss mit Pokern ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ob Matthew Casteralla auch in diese Kategorie fällt, sei dahin gestellt.

706608cfdbcc188LZumindest lief es für den US-Amerikaner bisher recht ordentlich. Seinen ersten Hendon-Mob-Eintrag sicherte sich der New Yorker mit satten $342.125 für einen 2. Platz bei den New England Poker Classic (2005). Rund zwei Jahre später hatte er seine erste Million auch schon zusammen.

Doch das Leben eines Poker-Pros ist auch kostspielig. Reise- und Hotelkosten und die Buy-ins nagen an der Bankroll. Nach einem dicken Gewinn gönnt man sich ein Auto oder schlendert an einem Craps-Table vorbei. Um es kurz zu halten: Casteralla kommt zwar auf über 1,7 Millionen an Lifetime-Winnings, aber davon war nichts mehr auf seinem Konto.

Der 29-Jährigen steckte in Geldnöten und sah keinen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen. Am vergangenen Montag fuhr er über die Governor Malcom Wilson Tappan Zee Bridge (Foto). Als er mitten auf der Brücke war, stoppte er seinen Acura, stieg aus und lief zum Geländer. Dann sprang er und fiel über  40 Meter, bis er in den Hudson River krachte. Ein Sturz aus dieser Höhe ist meist tödlich, doch wie durch ein Wunder blieb  Matthew Casteralla fast unverletzt. Die Feuerwehr war bereits alarmiert, denn auf der Tappan Zee Bridge nehmen sich jährlich rund drei Menschen das Leben und sein Haltemanöver hatte die Ordnungskräfte auf den Plan gerufen.

Schnell wurde Casteralla aus dem Fluss geholt und ins Krankenhaus gebracht. „Er hatte verdammtes Glück. Ich denke er ist einfach genau richtig gelandet“ so Polizist Kenneth J. Cano gegenüber der Presse.

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