Tennis WTA Hamburg – Schafft Lokalmatadorin Tamara Korpatsch den Weg ins Finale?

Bankroll Start: 5.000,- Euro, Aktuell: 16.992,- Euro

Mit der deutliche Niederlage von Sara Bejlek gegen Lillie Tagger 4-6 und 3-6 und der 1-0 Sieg von Viborg verlor die Bankroll 508,- Euro.

16:00 Uhr Tamara Korpatsch – Mayar Sherif

Mein Tipp: Mayar Sherif Quote 1.70 für 992,- Euro

Am Samstagnachmittag hat die Lokalmatadorin Tamara Korpatsch, die in Hamburg geboren wurde, dort aufgewachsen ist und für den Club an der Alster spielt, die Chance auf den zweitgrößten Erfolg ihrer Karriere.

2023 gewann die Deutsche das mit 283.300 US-Dollar dotierte Hallenturnier in Cluj-Napoca (Rumänien). Das WTA-Turnier in Hamburg ist mit einem Preisgeld von 283.000 US-Dollar nahezu identisch dotiert. Mit einem Einzug ins Finale hätte die 31-Jährige bereits 19.490 Euro sicher. Auf die Siegerin warten sogar 32.500 Euro.

Abgesehen von diesem WTA-Titel hat Korpatsch in ihrer zwölfjährigen Profilaufbahn lediglich sechs kleinere ITF-Turniere gewonnen, die jeweils mit maximal 80.000 US-Dollar dotiert waren.

Korpatsch spielt bislang eine starke Saison. Mit einer Bilanz von 26 Siegen und 19 Niederlagen, darunter hervorragenden 19:9-Erfolgen auf Sand, zählt dieser Belag eindeutig zu ihrer Paradedisziplin. Dort fühlt sie sich am wohlsten – nicht zuletzt, weil ihr Vater und langjähriger Trainer Thomas Korpatsch ihr die Feinheiten des Sandplatzspiels von klein auf vermittelt hat.

Stärken:

  • Sehr laufstark: Sie erreicht viele Bälle und zwingt ihre Gegnerinnen zu zusätzlichen Schlägen.
  • Defensiv stark: Kann das Tempo der Gegnerin gut aufnehmen und viele Angriffe neutralisieren.
  • Hohe mentale Stärke: Gibt kaum Punkte oder Spiele auf und kämpft bis zum Schluss.
  • Topspin-Vorhand: Spielt mit viel Drall, wodurch der Ball hoch abspringt und den Rhythmus der Gegnerinnen stören kann.
  • Variabel: Baut gelegentlich Stops und hohe Bälle ein, um den Spielfluss zu unterbrechen.

Schwächen:

  • Aufschlag: Kein besonders druckvoller erster Aufschlag, der zweite ist angreifbar.
  • Fehlende Schlaghärte: Gegen aggressive Power-Spielerinnen fehlt ihr oft die Durchschlagskraft.
  • Kurze Bälle: Unter Druck werden ihre Bälle manchmal zu kurz, wodurch Gegnerinnen das Kommando übernehmen können.
  • Schnelle Hartplätze: Dort kommt ihr Spiel weniger zur Geltung als auf Sand.

Sand ist ihr mit Abstand bester Untergrund. Durch ihre Geduld, ihre Topspin-Schläge und ihre Defensivqualitäten kann sie dort viele Gegnerinnen zermürben.

Allerdings wird sie mit Mayar Sherif alle Hände voll zu tun haben, denn die 30-jährige Ägypterin präsentiert sich in beeindruckender Form. Wie bereits im Jahr 2025 hat sie auch in dieser Saison schon drei Turniere gewonnen. Erst in der vergangenen Woche triumphierte sie beim mit 283.400 US-Dollar dotierten WTA-Turnier in Iași (Rumänien). Insgesamt hat Sherif in ihrer Karriere bereits 14 Sandplatzturniere gewonnen – allesamt mit einem Preisgeld von mehr als 100.000 US-Dollar.

Stärken:

  • Vorhand: Sehr viel Topspin, besonders auf Sand äußerst effektiv. Sie kann den Ball hoch abspringen lassen und Gegnerinnen aus dem Rhythmus bringen.
  • Bewegung: Hervorragende Beinarbeit und starke Defensive. Sie erreicht viele Bälle und macht nur wenige leichte Fehler.
  • Mentalität: Sehr kämpferisch, gibt kaum einen Ball verloren und kann sich auch nach Rückständen zurückkämpfen.
  • Fitness: Läuft über mehrere Stunden ein hohes Tempo und fühlt sich in langen Ballwechseln wohl.
  • Variation: Nutzt gelegentlich Stoppbälle und verändert geschickt Tempo und Flughöhe.

Schwächen:

  • Aufschlag: Keine große Waffe. Vor allem der zweite Aufschlag ist angreifbar.
  • Hartplatz und Rasen: Deutlich weniger gefährlich als auf Sand, da ihr Spiel dort weniger Wirkung entfaltet.
  • Offensive Power: Sie erzielt weniger direkte Winner als viele Topspielerinnen und ist eher auf Fehler der Gegnerin angewiesen.
  • Unter Druck: Gegen aggressive Spielerinnen, die früh den Ball nehmen und ihr wenig Zeit lassen, gerät sie häufiger in Schwierigkeiten.
  • Rückhand: Solide, aber nicht so druckvoll wie ihre Vorhand.

So schlägt man Mayar Sherif:

  • Früh den Ball nehmen und ihr Zeit rauben.
  • Den zweiten Aufschlag konsequent attackieren.
  • Das Tempo hochhalten und flach spielen.
  • Lange defensive Rallyes möglichst vermeiden, da sie sich darin sehr wohlfühlt.

Insgesamt ist Mayar Sherif besonders auf Sand gegen nahezu jede Gegnerin gefährlich. Auf schnellen Belägen verliert sie jedoch einen Teil ihrer Stärken, weil ihre Topspin-Schläge und ihre defensive Spielweise dort weniger effektiv sind.

Insgesamt sehe ich die kleine Kämpferin aus Ägypterin jedoch klar im Vorteil, weil sie deutlich mehr Druck entwickeln kann als Korpatsch. Die Deutsche wird es voraussichtlich nicht schaffen, Sherif konstant genug unter Druck zu setzen. Zudem fehlt Korpatsch die Konstanz im eigenen Spiel, weshalb ich ihre Siegchancen als gering einschätze. Sie schwankt während eines Spieles unglaublich, von Top zum Flop und umgekehrt.

Die einzige Hoffnung für Korpatsch ist die Unterstützung des Hamburger Publikums. Genau dieser Heimvorteil ist letztlich auch der Grund, warum ich Sherif trotz ihrer Favoritenrolle nicht als absolute Top-Chance einstufe.

Die Quoten beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels und können abweichen. Die Hochgepokert-Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.

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luckyluke

Lucky Luke ist von Anfang an bei Hochgepokert.com dabei. Mit seinen mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Sportwetten hat der ehemalige Handballprofi seine Fähigkeiten vor allem in den Sportarten Handball, Tennis und Fußball bei deutschen und internationalen Medien vielfach unter Beweis gestellt. Nach seiner Karriere hat er sich außerdem als Pokerprofi seinen Lebensunterhalt verdient und ist seit Jahren im King‘s Stammgast, wo er schon mehrere Turniere gewinnen konnte. Nebenberuflich ist er als Berater im Handball- und Fußballgeschäft tätig.