

Live-Poker solved?
Ein großer Reiz des Livepokers ist sicherlich, dass man seinen Gegnern in die Augen schauen kann, dabei vielleicht eine Regung, einen Tell wahrnimmt, und andererseits auch das Glücksgefühl, wenn ein eigener Bluff unentdeckt blieb. Aber wie fändet ihr es, wenn es in jeder gespielten Hand einen Lügendetektor-Test geben würde und im Laufe eines Turniers ein komplettes biometrisches Dossier von euch angelegt wird, so dass eure Gegner schon vor dem Aufdecken der Karten wissen, wie stark eure Hand ist? – Genau das könnte jetzt mit dem Einsatz von AI im WSOP Main Event Realität werden oder bereits Realität geworden sein.
Warum SuperBowl Champion Peyton Manning der Bluffcatcher ist

Der Finanzier und Auftraggeber der AI Software ist niemand anderes als der zweifache SuperBowl Champion Peyton Manning. Der Quarterback ist nicht nur durch den Gewinn der Ringe und des SuperBowl MVP Titels der Allgemeinheit ein Begriff, sondern auch durch sein fortwährendes „Omaha, Omaha“ Gerufe. Der Spieler der Indianapolis Colts und Denver Broncos nutzte das geheime Codewort so oft, dass es Gegenstand von Trinkspielchen und Spendenaktionen wurde. Da lag es für den Quarterback nahe, die mit seinem Bruder Eli gegründete Firma für AI-Lösungen im (American Football) Sport somit Omaha Productions zu nennen.
Pokerspieler Luke Geel bastelte die Software am Macbook

Für Omaha Productions entwickelte der Pokerspieler und AI/AR-Experte Luke Geel aus Boston eine AI Software, die Mikromimik, die sogenannten Micro Expressions, aufzeichnen und auslesen kann. Anhand einer ganzen Reihe an Markern, wie z.B. dem Blinzeln, nahezu nicht wahrnehmbaren Bewegungen oder auch dem Timing von Berührungen oder Bewegungen, vergleicht die AI Software das aufgezeichnete Verhalten mit der an TV-Tischen bekannten Handstärke der Spieler. Damit können aus dem Verhalten dann auch ohne Einsicht in die Hole Cards Rückschlüsse auf die Handstärke gezogen werden.
Laut Luke Geel hat er die Software zur reinen Unterhaltung entwickelt. Sie soll mit dem Enttarnen von Bluffs oder starken Händen die TV-Übertragung amüsanter machen, sie für einen finanziellen Nutzen einzusetzen war nicht geplant. Außerdem legt der Bostoner Wert darauf, dass sie auf jedem Heimcomputer wie seinem MacBook läuft und für die Entschlüsselung des Verhaltens der Pokerspieler kein Rechenzentrum näötig wäre.
Erstes AI „Opfer“ war Nikhil „Nik Airball“ Arcot

Geel entwickelt und trainierte die Software an Spielern, die freiwillig an TV Tischen Platz nahmen. Im Speziellen nahm er sich dafür Nikhil „Nik Airball“ Arcot als „Opfer“ vor, da der High Stakes Gambler in unglaublich viele Hände und unterschiedliche Entscheidungen involviert ist, sobald er am Pokertisch Platz nimmt.
Welche Mikromimik scant die AI?

Wie sieht das Overlay in der WSOP Berichterstattung aus?
Die Omaha AI Scan-Software kam im Poker erstmals im Rahmen der WSOP Main Event Berichterstattung von ESPN zum Einsatz. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Auswertung der Daten offline erfolgte und erst im Nachhinein mit großem zeitlichen Abstand über die TV-Bilder gelegt wurde. – Da zu diesem Zeitpunkt auch schon immer feststand ob die Hand des analysierten Spielers stark oder ein Bluff war, bezweifeln manche auch das Ergebnis der Auswertung.



Vor welchen Devices muss ich mich am Pokertisch jetzt in Acht nehmen?
Das Ende des Live Pokers wäre wohl, wenn jemandem die Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen würden, was über VR-Brillen oder AirPods mit integrierter Kamera oder auch über eine Verbindung zu Außenstehenden problemlos möglich wäre, sollte eine entsprechende Software auf Brillen am Tisch oder eben über Livestream-Bilder laufen.


Das halten die Pros von den neuen AI Scans an den Feature Tables:
Das Poker Bounty Video über den Einsatz von AI Scans bei der WSOP:
Weitere interessante Videos findet ihr auf dem YouTube-Kanal von Poker Bounty!











