Rampage nennt Alan Kessler „Krebsgeschwür der Pokerbranche“ – Streit auf X eskaliert!

Zwischen Poker-Vlogger Ethan „Rampage“ Yau und Mixed-Game-Profi Alan Kessler ist auf X ein öffentlicher Streit eskaliert. Was mit einer Diskussion über die Spielstärke des zweifachen Bracelet-Gewinners begann, entwickelte sich zu einem persönlichen Schlagabtausch mit schweren Vorwürfen. Zusammengefasst wurden die Ereignisse unter anderem in einem aktuellen YouTube-Video von Poker Bounty, das die öffentlichen Beiträge der beiden Spieler chronologisch aufarbeitet. Wie wir auch schon vor einigen Tagen berichtet haben hatte sich auch Bobby „BJP“ James bereits geäußert.

Der Auslöser

Nach seinem zweiten WSOP-Bracelet zeigte sich Rampage auf der Plattform X selbstbewusst. Hintergrund waren wiederkehrende Kommentare von Zuschauern, die seinen Erfolg als reines Glück bezeichneten und behaupteten, ihn im Heads-up schlagen zu können.

Rampage schrieb sinngemäß, dass ihm seine Chancen nach dem Sieg gegen Adrien Mateos und dem Gewinn seines zweiten Bracelets durchaus gefallen würden.

Darauf reagierte Alan Kessler. Der langjährige Mixed-Game-Spezialist erklärte, dass Rampage gegen viele etablierte High-Stakes-Spieler langfristig chancenlos wäre.

Ethan „Rampage“ Yau (USA)

Das Heads-Up-Angebot

Rampage ließ die Aussage nicht unbeantwortet und bot Kessler ein Heads-Up-Duell in No Limit Hold’em an. Gespielt werden sollten mindestens $100/$200 Blinds über eine Distanz von 100.000 Händen.

Kessler zeigte grundsätzlich Bereitschaft zu einem Match, allerdings ausschließlich in Mixed Games. Ein langes No-Limit-Heads-Up komme für ihn nicht infrage. Stattdessen bot er an, mehrere namhafte No-Limit-Spezialisten zu vermitteln, die Rampages Herausforderung gerne annehmen würden.

Für Rampage war das aber offensichtlich keine zufriedenstellende Antwort.

Allen „The Chainsaw“ Kessler (USA)

Der Ton wird deutlich schärfer

Im weiteren Verlauf wurde die Diskussion zunehmend persönlicher. Rampage forderte Kessler auf, seine Aussagen selbst am Pokertisch zu beweisen, anstatt andere Spieler vorzuschicken.

Kessler versuchte die Situation zu entschärfen und erklärte erneut, dass er ausschließlich Mixed Games spiele. Zudem bezeichnete er No Limit Hold’em als weitgehend gelöstes Spiel, das er auch aufgrund des häufigen Tankings nicht mehr gerne spiele.

Daraufhin eskalierte die Auseinandersetzung endgültig.

Rampage bezeichnete Kessler öffentlich als jemanden, der ständig über andere herziehe, und nannte ihn schließlich sogar ein „Krebsgeschwür für die Pokerbranche“.

Kritik aus der Poker-Community

Die heftigen Aussagen sorgten schnell für Gegenwind. Zahlreiche Mitglieder der Poker-Community stellten sich auf Kesslers Seite und kritisierten Rampages Wortwahl als völlig überzogen. Viele forderten sogar eine öffentliche Entschuldigung.

Kessler selbst bezeichnete die Beleidigungen als völlig unangemessen und betonte erneut, dass er ein Match nie grundsätzlich ausgeschlossen habe – allerdings nur in seiner bevorzugten Welt der Mixed Games.

Zusätzlich erklärte Kessler, dass er in den kommenden sechs Monaten ohnehin anderweitig verpflichtet sei. Des Weiteren warf er Rampage vor, in der Vergangenheit mit Real Time Assistance (RTA) in Verbindung gebracht worden zu sein.

War alles nur Promotion?

Weitere Kritik erhielt Rampage, nachdem er erklärte, dass er gegen keinen der von Kessler vorgeschlagenen No-Limit-Spieler antreten werde. Nach seinen Aussagen sei das ursprüngliche Angebot vor allem als Promotion gedacht gewesen.

Poker-Kommentator Bobby James zeigte dafür wenig Verständnis. Seiner Meinung nach habe Rampage zunächst selbstbewusst ein Duell angekündigt, sich anschließend aber zurückgezogen, sobald jemand die Herausforderung tatsächlich annehmen wollte.

Auch Kessler äußerte später die Vermutung, dass Rampage womöglich nie ernsthaft vorhatte, ein Heads-Up zu spielen.

Das Fazit

Da beide Spieler ausschließlich in ihrer bevorzugten Variante antreten möchten, scheint ein direktes Duell derzeit ausgeschlossen. Stattdessen bleibt die Auseinandersetzung vorerst ein Streit in den sozialen Medien – inklusive persönlicher Angriffe und einer Diskussion darüber, ob hinter Rampages Herausforderung jemals eine ernsthafte Spielabsicht stand.

Die dargestellten Abläufe basieren auf den öffentlichen Beiträgen der Beteiligten auf X sowie der chronologischen Zusammenfassung des YouTube-Kanals Poker Bounty.

Hier geht es zum Video: