
Die APAT World Championship of Amateur Poker (WCOAP) powered by PokerRaffles.com findet derzeit im Grosvenor Casino Bury New Road in Manchwster statt. Die erste Titelentscheidung fällt traditionell im International Team Event, an das die deutschsprachigen Nationalteams durchaus gute Erinnerungen haben. Wie die Mannschafts-WM der Amateur Poker Association & Tour in diesem Jahr gelaufen ist, verraten wir euch hier!

APAT WCOAP International Team Championship

Jedes Jahr findet im Rahmen der WCOAP auch das International Team Championship statt, die Mannschaftsweltmeisterschaft der Amateure. 14 Nationalmannschaften schicken dabei über 2 Tage jeweils 4 Spieler*innen in 4 Scoringrunden, nach denen die Weltmeister gekürt und mit den WCOAP Bracelets bedacht werden. Dazu gibt es die schwersten Medaillen der Pokerwelt, mit denen neben dem Siegerteam natürlich auch die Plätze 2 und 3 auf dem podium ausgezeichnet werden. Bei der aktuellen WCOAP waren aus der D-A-CH-L Region die teams aus Deutschland und der Schweiz für das WM-Finale in Manchester vorgesehen – leider trat die Schweiz dann nicht zum Team Wettbewerb an.
Gespielt werden 3 STT-Runden und 1 MTT. Die Sit ’n‘ Gos werden in jeder Runde im NLHE (2x), PLO und PLO8 ausgetragen. Gepunktet wird gemessen an den einzelnen Resultaten der 7-handed SnGs (Punkteverteilung: 1, 2, 3, 5, 7, 9, 12). Somit konnten die Teams pro STT-Runde zwischen 4 und 48 Punkten einfahren.
Das Buy-In für das Einladungsturnier der Nationalmannschaften beträgt £175+£35. Gespielt wird in den jeweiligen APAT Nationaltrikots, die jeweils auch mit dem Spielernamen versehen sind. Spielberechtigt für das Nationalteam eines bestimmten Landes kann man aufgrund folgender Kriterien sein:
– Geboren in oder Staatsbürger*in des Landes
– Aufenthaltstitel seit 3+ Jahren
– Eltern- oder Großelternteil dort geboren oder staatsangehörig
2026 soll die letzten beiden Jahre vergessen machen!
Für das Team Germany waren 2026 Christian Wiesmann, Tobi Kröger, Stefan Roder und Peter Wagner am Start. Damit trat die deutsche Mannschaft in der exakt selben Aufstellung an, die 2025 beim knappsten Finish aller Zeiten (Top-4 innerhalb von 2 Punkten, und Ränge 2-4 punktgleich) nur aufgrund des Tie-Breakers auf dem undankbaren 4. Platz an der Medaille haarscharf vorbeigerauscht waren.
Mit im Team waren auch wieder Tobi und „Brudi“, die sich mit dem sehr wahrscheinlichen Sieg vor Augen 2024 gegenseitig am Final Table rausgeworfen hatten. – Diese beiden nicht sonderlich positiven Erfahrungen wollte das Team Germany 2026 vergessen machen, wieder richtig abliefern und diesmal mit dem nötigen Quäntchen Glück am End auch ein verdientes Top-Resultat einfahren!
Die 14 WCOAP International Team Championship Teams (Schweiz nicht angetreten):













So liefen die 3 SnG Runden im Team Championship:
Betreut von „Paul Panther“, der die Team Championship Action in Bild und Wort festhielt ging des deutsche Quartett in die erste Runde der Single Table Tournaments. Hier konnten die Vier nicht so recht überzeugen, insgesamt sprangen nur 20 Punkte heraus, was Platz 10 nach Phase 1 bedeutete.

In Phase 2 lief es nicht besser (und auch nicht schlechter) wieder wurden 20 Punkte aus den SnGs eingefahren. Damit rutschte Team Germany auf Rang 11 ab.


Was die Jungs drauf haben konnten sie zumindest in Ansätzen in Phase 3 zeigen. 28 Punkte waren ein solides Resultat, was in Phase 4 den 5. Platz bedeutete und Deutschland in der Gesamtwertung 3 Plätze weiter nach vorne auf Rang 8 brachte. Damit war die Grundlage für das abschließende MTT am Folgetage gelegt, in dem Deutschland 72 Punkte sicher hatte und maximal auf 241 kommen konnte.

Das abschließende MTT bringt die Entscheidung:
Mit den einschlägigen Erfahrungen aus den Vorjahren, vielleicht auch einigem Frust aus den MTT-Runden im Rücken und vor allem mit der Mentalität, dass es von Rang 8 eigentlich nur noch nach vorne gehen konnte. Ging das Quartett in ihr Lieblingsformat, das Multi-Table-Tournament. Hier war team germany lange vollständig, während nahezu alle anderen Team bereits Federn (d.h. Teammitglieder) lasen mussten. Mit jedem weiteren Bustout kletterte so nicht nur der Punktestand des deutschen Team, sondern doppelt, dreifach oder vierfach so schnell wie bei anderen.
Dann kam es schließlich, wie es in jedem MTT kommen muss, auch Team Germany musste Bustouts verzeichen – und davon gleich 3 in kurzer Folge. Bereits zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass england „durch“ war und nach 2025 auch 2026 die 4 Bracelets und 4 Goldmedaillen einheimsen würde. Die Silbermedaillen konnten die Teams aus Wales, Belgien und Deutschland jedoch noch aus eigener Kraft erreichen. Aus dem Kampf um die Medaillen verabschiedete sich Wales als erstes und mit sicherer Bronze-Medaille musste jetzt noch Belgien ausgeschaltet werden, um als Vizeweltmeister zurück nach Deutschland kommen zu können. Und es kam wie es dramaturgisch nicht besser hätte kommen können: Belgien landete im Heads-Up gegen Deutschland, das „Hey Bruvsky“ gegen alle Widerstände in dem 52-köpfigen Feld erreicht hatte. Das finale Duell war4 für beide Team mit gleichen Voraussetzungen der Kampf um Silber und Bronze. Und tatsächlich konnte „Hey Bruvsky“ das MTT für Deutschland gewinnen und es in der team-Wertung in Phase 4 damit noch von Rang 8 auf 2 katapultieren. Mit diesem erfolgreichen Kraftakt landete der deutsche MTT-Crusher ebenfalls auf Rang 2 der Individual-Wertung!



Das Endergebnis der WCOAP Team Championship:



Heute bei der APAT WCOAP:

Das weitere APAT WCOAP Schedule:










