Tennis US Open 1. Runde – Zwei Einzelwetten am Tag 2!

Bankroll Start: 5.000,- Euro, Aktuell: 21.500,- Euro

Die gestrige Kombiwette ging leider daneben, weil Cameron Norrie mit 1:3 gegen den Franzosen Luca Van Assche verlor. Da half es leider auch nicht mehr, dass das andere Spiel klar durchging und Tomás Martín Etcheverry mit 3:0 gewann.

Heute habe ich zwei Einzelwetten auf dem Schirm, eine davon mit einer deutlichen Bezahlung in Form von Yannik Hanfmann. Im Laufe des Tages kann noch die eine oder andere Wette hinzukommen.

17:00 Uhr Aleksandar Kovacevic – Valentin Vacherot

Mein Tipp: Valenton Vacherot Quote 1.88 für 700,- Euro

Alexandar Kovacevic kommt eigentlich mit viel Selbstvertrauen zu seinem Heimturnier nach New York. In Winston-Salem erreichte er das Viertelfinale – bereits das dritte Viertelfinale in diesem Jahr. Diese drei guten Ergebnisse haben seine Saison ein Stück weit gerettet, denn bei sehr vielen anderen Turnieren schied er bereits in der ersten Runde aus.

Seine Statistik von 21 Siegen bei 28 Niederlagen, davon 13:14 auf Hartplatz, zeigt allerdings, dass seine Saison insgesamt nicht besonders erfolgreich war.

Stärken:

Aufschlag: Guter erster Aufschlag, mit dem er viele schnelle Punkte erzielen kann.

Aggressives Grundlinienspiel: Er versucht, die Ballwechsel aktiv zu bestimmen und Druck aufzubauen.

Vorhand: Seine Vorhand ist eine wichtige Waffe, vor allem wenn er Zeit bekommt, sich in den Ballwechsel einzuschalten.

Hartplatz: Sein Spiel passt grundsätzlich gut zu schnellen Hartplätzen, wo sein Aufschlag und sein aggressives Spiel zur Geltung kommen.

Schwächen:

Konstanz: Seine größte Schwäche ist die fehlende Konstanz. Die vielen Erstrundenniederlagen zeigen, dass er sein Niveau nicht regelmäßig abrufen kann.

Zweiter Aufschlag: Unter Druck kann der zweite Aufschlag angreifbar werden, wodurch er in längeren Ballwechseln häufiger in die Defensive gerät.

Rallyes gegen druckvolle Gegner: Wenn der Gegner seine aggressive erste Aktion neutralisiert, wird Kovacevic anfälliger.

Formschwankungen innerhalb eines Matches: Er kann sehr gutes Tennis spielen, hat aber immer wieder Phasen, in denen die Fehlerquote steigt.

Noch wenig Erfahrung auf höchstem Niveau: Gegen etablierte Topspieler fehlt ihm teilweise noch die Konstanz über ein komplettes Match.

Valentin Vacherot kommt nach New York sehr ausgeruht, weil er bei seinen letzten Turnieren jeweils in der ersten Runde ausgeschieden ist. Er ist zwar nicht besonders formstark, hat aber dadurch viel Energie gespart, um sich jetzt hundertprozentig auf die US Open vorzubereiten. Zudem war er bereits längere Zeit in New York und konnte sich an die Bedingungen vor Ort gewöhnen.

Mit 16 Siegen bei 13 Niederlagen, davon 9:8 auf Hartplatz, hat er eine insgesamt vernünftige Saison gespielt. Im Spätsommer und Herbst wird er allerdings einige Punkte in der Weltrangliste zu verteidigen haben, um seinen Platz in den Top 25 zu halten. Ein guter Start könnte ihm hier in New York gelingen, wenn er die dritte oder sogar vierte Runde erreicht.

Stärken

  • Grundlinienspiel: Vacherot ist von der Grundlinie sehr solide und kann auch längere Ballwechsel gut spielen.
  • Return: Er kann den Aufschlag des Gegners gut neutralisieren und dadurch Kovacevic‘ größter Waffe etwas die Wirkung nehmen.
  • Beweglichkeit: Für seine Größe bewegt er sich ordentlich und kann sich auch defensiv gut behaupten.
  • Konstanz: Er produziert insgesamt weniger extreme Schwankungen als Kovacevic und kann sein Niveau über längere Phasen halten.
  • Linkshänder: Als Linkshänder stellt er Gegner vor andere taktische Aufgaben, insbesondere mit dem Aufschlag nach außen.
  • Hartplatz: Auch wenn seine Bilanz auf Hartplatz nicht überragend ist, besitzt sein Spiel genügend Qualität, um auf diesem Belag erfolgreich zu sein.

Schwächen

  • Aufschlag nicht die größte Waffe: Im Vergleich zu Kovacevic bekommt Vacherot weniger kostenlose Punkte über den Service.
  • Fehlende Durchschlagskraft: Wenn er selbst das Spiel machen muss, fehlt ihm manchmal der entscheidende Winner.
  • Anfällig gegen aggressives Tennis: Spieler, die früh den Ball nehmen und viel Druck erzeugen, können ihn aus seiner Komfortzone bringen.
  • Form: Die jüngsten Erstrundenniederlagen sprechen nicht gerade für großes Selbstvertrauen.
  • Fünfsatzmatches: Auf Grand-Slam-Niveau muss er beweisen, dass er sein Niveau auch über vier oder fünf Sätze konstant halten kann.

Für mich ist Vacherot der klar bessere Spieler als Kovacevic, der vor allem von seinem Aufschlag und seinem aggressiven Grundlinienspiel lebt. Wenn sein erster Aufschlag heute nicht kommt, wird Vacherot dieses Spiel gewinnen. Aber selbst wenn der Aufschlag funktioniert, sehe ich den Franzosen vorne.

21:00 Uhr Yannick Hanfmann – Alejandro Tabilo

Mein Tipp: Alejandro Tabilo Quote 1.80 für 700,- Euro

Jannik Hanfmann spielt eine vernünftige Saison mit 26 Siegen bei 19 Niederlagen, davon 7:6 auf Hartplatz. Der großgewachsene Deutsche erlebt mit 34 Jahren gerade eine seiner besseren Phasen.

Er ist allerdings nicht unbedingt der geborene Hartplatzspieler, obwohl er mit seinem guten Aufschlag und seiner starken Vorhand durchaus über Waffen für diesen Belag verfügt. Seine größte Schwäche ist die Rückhand, insbesondere wenn er unter Druck gesetzt wird. Darüber hinaus zeigt er während eines Matches häufig größere Leistungsschwankungen. Auch sein Returnspiel lässt noch einiges zu wünschen übrig.

Deswegen wird er es auch schwer gegen Alejandro Tabilo haben. Der 28-jährige Chilene, aktuell die Nummer 28 der Welt, spielt eine starke Saison mit 35 Siegen bei 23 Niederlagen. Dazu kommen ein Turniersieg auf der Challenger-Tour in Frankreich sowie die Finalteilnahme vor 14 Tagen in Washington. Tabilo befindet sich derzeit in hervorragender Form.

Stärken

  • Linkshänder: Sein linker Aufschlag, besonders nach außen, ist eine wichtige Waffe.
  • Aufschlag: Er kann viele freie Punkte holen und sich mit dem ersten Schlag nach dem Service in eine gute Position bringen.
  • Vorhand: Sehr druckvoll, vor allem wenn er die Rallye mit seiner Vorhand kontrollieren kann.
  • Variation: Tabilo kann Tempo und Höhe gut verändern und dadurch den Rhythmus des Gegners stören.
  • Return: Insgesamt stärker als Hanfmann und gut genug, um auch gegen gute Aufschläger Druck aufzubauen.
  • Beweglichkeit: Für seine Größe bewegt er sich ordentlich und kann auch längere Ballwechsel erfolgreich gestalten.
  • Spielerische Qualität: Er hat mehr Möglichkeiten, ein Match zu gestalten, und ist nicht ausschließlich auf einen starken Aufschlag angewiesen.

Schwächen

  • Konstanz: Auch Tabilo kann während eines Matches Phasen haben, in denen sein Niveau deutlich abfällt.
  • Rückhand: Nicht so gefährlich wie seine Vorhand und unter starkem Druck teilweise angreifbar.
  • Fehleranfälligkeit: Wenn er zu aggressiv spielt, kann die Zahl der unerzwungenen Fehler steigen.
  • Nerven unter Druck: In engen Situationen fehlt ihm manchmal die letzte Konstanz, insbesondere wenn ein Satz oder Match auf der Kippe steht.
  • Defensive gegen flache Schläge: Gegner, die früh den Ball nehmen und flach durch die Mitte oder auf seine Rückhand spielen, können ihn vor Probleme stellen.

Gegen Hanfmann sehe ich deshalb einen klaren Vorteil für Tabilo: Hanfmann braucht vor allem seinen ersten Aufschlag und die Vorhand, um Druck zu erzeugen. Tabilo hat dagegen mehr Varianten und kann insbesondere Hanfmanns Rückhand und Return gezielt attackieren.

Die Quoten beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels und können abweichen. Die Hochgepokert-Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit.