Lex Veldhuis in Costa Rica – Neustart mit WSOP-Final-Table!

Lex Veldhuis (NED)

Für Lex Veldhuis hat ein neues Kapitel begonnen. Der niederländische Pokerstar ist inzwischen mit seiner Familie nach Costa Rica gezogen und der Neustart scheint auch am virtuellen Pokertisch bestens zu laufen.

Anfang August hatte Veldhuis angekündigt, gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern die Niederlande zu verlassen. Die Familie wollte zunächst für rund zwei bis drei Jahre nach Costa Rica ziehen. Bereits 2017 hatte Veldhuis dort gemeinsam mit seiner Frau vier Monate verbracht und dabei eine große Begeisterung für das Land entwickelt.

Inzwischen ist aus dem angekündigten Abenteuer Realität geworden. Veldhuis streamt aus seinem neuen Zuhause in Costa Rica und ist auch bei der laufenden WSOP Online auf GGPoker aktiv. PokerNews führt ihn mittlerweile ebenfalls mit Costa Rica als Länderzugehörigkeit.

Costa Rica statt Niederlande

Der Umzug ist Teil einer größeren Veränderung in Veldhuis‘ Leben. Ende 2024 hatte er gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern eine längere Auszeit in Neuseeland genommen.

Besonders wichtig sei ihm, als Vater präsent zu sein. Gleichzeitig wollte Veldhuis aber keineswegs mit Poker abschließen. Vielmehr sieht er die Veränderungen als Chance für einen Neustart.

Auch beruflich bleibt vieles beim Alten: Seine regelmäßigen Streams laufen weiter. Statt aus den Niederlanden sendet Veldhuis nun aus seinem neu eingerichteten Streaming-Raum in Costa Rica.

Und ausgerechnet zum Start dieses neuen Lebensabschnitts läuft es auch pokertechnisch richtig gut.

Veldhuis mit starkem Start bei der WSOP Online

Bei der aktuellen WSOP Online konnte Veldhuis bereits mehrere Deepruns verbuchen. Im $1.000 Mystery Bounty Pot-Limit Omaha belegte er unter 771 Teilnehmern den zehnten Platz und kassierte $4.522. Im $2.500 Turbo NLH Championship folgte Rang 16 von 719 Spielern für weitere $12.123.

Der bisherige Höhepunkt folgte bei Event #14, dem $1.500 Super Turbo Bounty Pot-Limit Omaha. Veldhuis schaffte es dort an den Finaltisch und damit erstmals seit 2009 wieder an einen WSOP-Finaltisch.

Bei 721 Entries gehörte der Niederländer schließlich zu den letzten sieben Spielern. Im Kampf um sein erstes WSOP-Bracelet kam er sogar noch weiter, musste sich aber auf Rang fünf geschlagen geben. Dafür gab es insgesamt $41.465, inklusive Bounties.

Für Veldhuis war es dennoch ein historischer Erfolg: Sein bislang bestes WSOP-Ergebnis stammte ebenfalls aus dem Jahr 2009, als er beim $40.000 No-Limit Hold’em 40th Anniversary Event in Las Vegas Siebter geworden war. Die fünfte Position bei der WSOP Online ist damit seine bisher beste Platzierung bei einem Bracelet-Event.

Der Bracelet-Traum lebt

Der ganz große Erfolg blieb Veldhuis diesmal noch verwehrt. Mit einem Paar Assen geriet er gegen „Cursed79“ in eine schwierige Situation und schied schließlich auf Rang fünf aus. Der Sieg ging an den Finnen Kai Lehto, der sich neben $147.225 auch das Bracelet sicherte.

Für Veldhuis dürfte die Reise damit allerdings gerade erst begonnen haben. Nach Jahren als einer der bekanntesten Online-Pokerstreamer hat er seinen Lebensmittelpunkt verändert, gleichzeitig aber seine Lust auf große Pokerziele wiederentdeckt.

Und der Start in Costa Rica hätte kaum besser ausfallen können: neues Zuhause, weiterhin Poker im Mittelpunkt und direkt der erste WSOP-Finaltisch seit 17 Jahren.

Familie Veldhuis