
Die Rechtslage hinsichtlich der Pokergesetze in der DACH-Region unterscheidet sich in vielen wichtigen Punkten. Einige Länder setzen auf strikte Kontrolle und eine besonders strenge Aufsicht. Einige andere DACH-Länder versuchen sich zunehmend an einer humanen Regulierung und einer sicheren Marktöffnung. Wir zeigen euch die Unterschiede in den Gesetzgebungen der einzelnen Länder und ziehen dabei den Vergleich zu Österreich.
Österreich: Monopol-Logik statt Marktmodell
In Österreich besteht nach wie vor ein Glücksspielmonopol. Poker wird vom Gesetzgeber her als Glücksspiel eingestuft und darf ausschließlich mit einer österreichen Glücksspiellizenz legal gespielt werden. Casinos Austria und win2day sind die wichtigsten legalen Anbieter.
Diese Linie wurde mehrfach rechtlich bestätigt, unter anderem durch die Judikatur und Erwähnungen im Glücksspielbericht des BMF. Das ermöglicht es dem Staat, in Bezug auf Steuern Klarheit, Kontrolle und Planbarkeit zu schaffen. Auf diese Weise entsteht auch ein strukturelles Fairness-Problem.
Sollte man Online-Poker als monopolisiert betrachten, ziehen Spieler und Anbieter in weniger regulierte Bereiche um. Während der Graumarkt wächst, könnte der echte Spielerschutz an Wirksamkeit verlieren. Es wird berichtet, dass eine Reform in Arbeit ist, möglicherweise mit einem neuen Gesetz oder Entwurf, und dass alles frühestens 2026 in Kraft treten könnte.
In Österreich bleibt Live-Poker über Casinos weiterhin gut zugänglich. Die entscheidende Frage bleibt jedoch: Wettbewerb oder Monopol.
Deutschland: Hohe Regulierung, aber planbar
Deutschland hat Online-Poker durch den Glücksspielstaatsvertrag 2021 grundsätzlich erlaubt. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt Poker ausdrücklich als erlaubnisfähige Glücksspielart und legt den rechtlichen Rahmen dafür klar fest. Anbieter brauchen eine deutsche Genehmigung, die mit umfangreichen Schutzmechanismen verbunden ist.
Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg ist dabei entscheidend. Das System bietet eine hohe Regulierungssicherheit, wird aber von vielen Spielern als stark einschränkend empfunden. In erster Linie wird Fairness hier über Kontrolle und Prävention definiert, nicht so sehr über Wahlfreiheit oder Marktdynamik.
Die Struktur des Live-Pokers ist nach wie vor föderal und stark vom Standort abhängig.
Schweiz: Zugang ist liberal
Die Schweiz verfolgt einen Ansatz, der im Vergleich dazu pragmatisch ist. Online-Poker ist erlaubt und wird als Fortschritt für die Spieler angesehen. Das Verbot von Online-Spielen ist Geschichte. Spielbanken dürfen mit einer entsprechenden Konzessionserweiterung Online-Poker und Online-Turniere anbieten.
Das Geldspielgesetz ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft und regelt den Markt. Die ESBK ist zuständig für das Erteilen von zusätzlichen Spielbewilligungen. Bemerkenswert ist, wie man mit nicht konzessionierten Angeboten umgeht: Spieler begeben sich nicht in die Illegalität, aber sie handeln auf eigenes Risiko.
Man sieht diese Haltung als weniger kriminalisierend an. Traditionell ist Live-Poker stark verankert, was den Übergang zwischen Online und Live dadurch konsistenter macht.
Liechtenstein: Online bewusst pausiert
Liechtenstein nimmt eine Sonderrolle ein. Während das Land für viele DACH-Spieler im Live-Poker relevant ist, wurde das Moratorium für Online-Geldspiele bis Ende 2028 verlängert. Es gibt keine neuen Online-Konzessionen.
Dies sorgt für politische Klarheit, bedeutet für Online-Poker jedoch faktisch ein Null-Angebot. Fair, aber bewusst auf Pause gestellt.
FAQ
Rechtsklarheit, Spielbarkeit, Wettbewerb und wirksamer Spielerschutz.
Wegen der konsequenten Monopolstrategie im Online-Poker.
Nur im konzessionierten Rahmen, faktisch stark eingeschränkt.
Durch strenge Regulierung und vorgegebene Einsatz- bzw. Einzahlungslimits.
Weil Online-Poker erlaubt und international anschlussfähig ist.
Nein, laut ESBK nicht, aber auf eigenes Risiko.
Ein verlängertes Moratorium bis Ende 2028.
Die Schweiz, aufgrund von Zugang, Aufsicht und Pragmatismus.







