Koen Roos knackt FlagHunter-Rekord mit 50 Ländern

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Koen Roos

Im Live-Turnierpoker wird nicht nur um Preisgelder, Titel und Ranglistenpunkte gespielt – es gibt auch eine kleine, fast schon nerdige Nebenwertung, die viele Spieler überraschend ernst nehmen: das Sammeln von Ländern, in denen man mindestens einmal „in the money“ war.

Dieses sogenannte Flag Hunting lässt sich besonders gut über die Datenbank von The Hendon Mob verfolgen, denn dort erscheint bei jedem Turnier-Cash die Flagge des Landes, in dem das Event stattfand. Für Flaggenjäger zählt dabei nicht die Teilnahme, sondern ausschließlich ein bezahltes Ergebnis: Ohne Cash keine Flagge.

Genau dieses Prinzip hat der Niederländer Koen Roos 2025 auf die Spitze getrieben. Ihm gelang es, im Kalenderjahr 2025 in insgesamt 50 verschiedenen Ländern einen Turnier-Cash zu verzeichnen. Damit setzte Roos eine neue Bestmarke in der Jahreswertung des FlagHunter-Rankings und überbot den bisherigen Rekord von 48 Ländern, den Dominick French im Jahr 2024 aufgestellt hatte.

Hingabe ist gefragt

Dass so ein Wert nicht „nebenbei“ entsteht, liegt auf der Hand: Jede zusätzliche Flagge bedeutet nicht nur eine neue Destination, sondern auch die sportliche Hürde, vor Ort tatsächlich ins Geld zu kommen.

The Hendon Mob unterscheidet bei dieser Spielerei mit ernstem Unterton zwischen Jahreswertungen und einer All-Time-Statistik. Während Roos nun den Rekord für die meisten Länder-Cashes innerhalb eines einzelnen Jahres hält, bleibt Dominick French in der Gesamtwertung vorne – dort steht er weiterhin bei 75 Flaggen insgesamt.

So machen sich DACH-Vertreter

Aus DACH-Sicht kann sich das FlagHunter-Jahr 2025 ebenfalls sehen lassen. Der Deutsche Fabian Bartuschk landete in der Jahreswertung mit 21 Flaggen auf Rang 3, den er sich ausgerechnet mit Dominick French teilt. Der Österreicher Andreas Fröhli kam auf 15 Flaggen und erreichte damit Rang 6 – gemeinsam mit der Schweizerin Maureen Bloechlinger. Bloechlinger fällt in dieser Statistik ohnehin besonders auf: Sie erreichte zuletzt die Spitzenposition als Frau mit den meisten Flaggen und steht weltweit bei Rang 8 mit 38 Flaggen insgesamt.

Andreas Fröhli

Am Ende zeigt dieses Flaggen-Sammeln ziemlich gut, wie international Live-Poker längst geworden ist. Hinter jeder Flagge steckt nicht nur ein Reiseziel, sondern auch Planung, Timing und die Fähigkeit, sich in ständig wechselnden Feldern und Formaten durchzusetzen. Koen Roos’ Rekordjahr ist dafür das aktuell deutlichste Beispiel – und gleichzeitig ein Hinweis darauf, warum diese Nische für viele Spieler längst mehr ist als nur eine hübsche Statistik.

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