Die Irish Poker Open gehen auf Tour: Erste Stopps stehen fest

Das traditionsreiche Irish Poker Open schlägt ein neues Kapitel auf: Erstmals in seiner Geschichte verlässt das Festival Irland und geht auf internationale Tour. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des laufenden Events im Royal Dublin Society – und markiert einen strategischen Schritt mit klarer Vision.

Seit mittlerweile 46 Jahren gilt das Irish Open als eines der renommiertesten Pokerfestivals weltweit. Allein 2025 zog das Event Spieler aus über 80 Ländern an, darunter mehr als 200 Teilnehmer aus Nordamerika. Nun soll diese internationale Strahlkraft gezielt ausgebaut werden.

Drei neue Stopps auf drei Kontinenten

Den Auftakt macht im September 2026 ein zehntägiges Festival in Sydney. Austragungsort ist das Poker Palace, wo ein Main Event mit einem Buy-in von $2.000 und einer Garantie von $1.000.000 geplant ist.

Nur zwei Monate später folgt der zweite Stopp in Marrakesch. Im Casino de Marrakech wird ein sechstägiges Event mit einem €1.150 Main Event und einer Garantie von €500.000 ausgetragen.

Der dritte internationale Halt ist für 2027 in den USA angesetzt. Der genaue Austragungsort steht noch nicht fest, soll jedoch zu den prestigeträchtigsten Poker-Locations Nordamerikas zählen.

Mehr als nur Poker

Neben den Turnieren steht vor allem die besondere Atmosphäre im Mittelpunkt. Ein zentraler Bestandteil des Irish Open ist der legendäre „Craic Den“ – eine Spielerlounge mit täglichem Unterhaltungsprogramm, Live-Musik und Side-Events. Dieses Konzept soll künftig auch international adaptiert werden und die Events deutlich vom klassischen Turnierbetrieb abheben.

Co-Owner Paul O’Reilly betont dabei die Mischung aus professioneller Organisation und einzigartiger Stimmung als Erfolgsfaktor. Gemeinsam mit JP McCann verfolgt er ein klares Ziel: Das Irish Open soll bis zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2030 zum größten Pokerturnier der Welt wachsen.

Globalisierung als logischer nächster Schritt

Historisch war das Irish Open zwar fest in Dublin verwurzelt, doch Internationalität gehört seit jeher zur DNA des Events. No-Limit Hold’em selbst fand seinen Weg nach Europa durch den Iren Terry Rogers, der das Spiel nach einem Treffen mit Benny Binion in Las Vegas einführte.

Mit der Expansion nach Australien, Afrika und Nordamerika geht das Festival nun konsequent den nächsten Schritt – und könnte sich langfristig als globale Marke im Poker etablieren.