
Der große Triumph blieb zwar aus, doch Bernhard Binder hat beim €5.300 Main Event der European Poker Tour Monte Carlo 2026 dennoch ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Der Österreicher führte das prestigeträchtige Turnier über weite Strecken an, dominierte den Finaltisch phasenweise klar und musste sich am Ende erst im Heads-Up dem Moldauer Roman Stoica geschlagen geben.
Das Main Event im Sporting Monte-Carlo brachte insgesamt 1.011 Entries zusammen und wurde damit zur sechstgrößten Ausgabe dieses Turniers überhaupt. Für den Sieger lagen €825.000 bereit.
Bereits vor dem Finaltag hatte sich Binder in eine hervorragende Position gebracht. Mit 7.250.000 Chips startete er als klarer Chipleader an den Finaltisch der letzten acht Spieler. Sein Vorsprung war deutlich: Kein anderer Spieler verfügte über mehr als 4.525.000 Chips. Auch der deutsche Spieler Samuel Ju gehörte mit 4.000.000 Chips noch zum engeren Kreis der Titelanwärter.

Schon an Tag 4 hatte Binder ein beeindruckendes Tempo vorgelegt. Unter den letzten 20 Spielern war er der einzige Teilnehmer mit einem Stack von mehr als 100 Big Blinds. Zwischenzeitlich besaß er mehr als eineinhalb Mal so viele Chips wie sein nächster Verfolger.
Auch am vorletzten Turniertag ließ der Österreicher kaum nach. Während sich viele Konkurrenten gegenseitig attackierten, kontrollierte Binder das Geschehen nahezu durchgehend von der Spitze aus und baute seine Führung weiter aus. Sogar die letzte Eliminierung des Tages ging auf sein Konto, als er Leonard Maue auf Rang neun aus dem Turnier nahm und damit den offiziellen Finaltisch komplettierte.
Am Finaltag sah lange vieles nach dem ganz großen Wurf aus. Binder spielte weiter aggressiv und hielt sich bis in das entscheidende Duell hinein in Führungskreisen. Doch Roman Stoica drehte das Heads-Up schließlich zu seinen Gunsten und sicherte sich den Titel beim EPT Monte-Carlo Main Event 2026 für €825.000. Für den Moldauer war es nach mehreren starken Resultaten auf der European Poker Tour der bislang größte Erfolg seiner Karriere.
Samuel Ju verpasste zwar den Sprung ins Heads-Up, gehörte aber ebenfalls zu den auffälligsten Spielern des Finaltisches und hielt die deutschen Hoffnungen lange am Leben. Für seinen dritten Platz erhielt er €283.550.
Für Binder bleibt trotz der Niederlage ein enorm starkes Ergebnis bei einem der prestigeträchtigsten Pokerturniere Europas. Der Österreicher hatte das Turnier über mehrere Tage hinweg klar geprägt und stand kurz davor, sich einen der bedeutendsten Titel seiner bisherigen Karriere zu sichern. Immerhin erhielt er für den zweiten Platz noch €515.000.

Wer die Action noch im Nachhinein im Stream verfolgen möchte, kann dies hier tun:









