
Beim $40.000 Mystery Bounty Event der Triton Poker Super High Roller Series in Montenegro hat sich Wahl-Österreicher Fedor Holz einmal mehr in die Geschichtsbücher eingetragen. Der gebürtige Deutsche setzte sich gegen ein Feld von 111 Entries durch und sicherte sich seinen inzwischen fünften Triton-Titel sowie $528.811 aus dem regulären Preispool. Dazu kommen noch elf erspielte Mystery Bounties.
Da jede der gezogenen Bounty-Umschläge mindestens $40.000 wert ist, darf sich Holz über mindestens weitere $440.000 freuen. Die eigentliche Ziehung der Umschläge findet erst einen Tag nach dem Ende des Events statt.
Mit inzwischen mehr als $52,7 Millionen an Live-Turniergewinnen gehört der 32-Jährige längst zu den erfolgreichsten Pokerspielern der Welt. Besonders bei Triton läuft es für Holz seit Jahren außergewöhnlich gut. Bereits das allererste Triton-Event überhaupt gewann er im Juni 2016 – damals ein $200.000-Turnier für fast $3,5 Millionen Preisgeld. Insgesamt hat Holz nun mehr als $21,8 Millionen allein bei Triton-Events eingespielt.
Nach seinem Triumph zeigte sich Holz entsprechend emotional: Triton habe sich in den vergangenen zehn Jahren enorm entwickelt und sei mittlerweile „die beste Turnierserie der Welt“. Gleichzeitig erklärte er, dass genau das der Grund sei, warum er ein- bis zweimal pro Jahr unbedingt bei dieser Serie spielen wolle.
Mit seinem fünften Titel gehört Holz nun zu nur neun Spielern in der Geschichte der Tour mit mindestens fünf Triton-Siegen. In der ewigen Rangliste liegt er damit gemeinsam mit Phil Ivey, Bryn Kenney, Mikita Badziakouski, Danny Tang und Mike Watson auf Rang drei. Nur Jason Koon mit zwölf sowie Matthias Eibinger und Punnat Punsri mit jeweils sechs Titeln liegen noch vor ihm.
Starkes Feld und DACH-Erfolge in Montenegro
Das Turnier generierte mit 111 Entries einen Gesamtpreispool von $4.440.000, wobei die Hälfte davon für die Mystery Bounties reserviert wurde.
Der Finaltag begann mit noch 23 verbliebenen Spielern, allerdings sollten nur 17 davon Geld aus dem regulären Preispool erhalten. Ausgerechnet Holz sorgte schließlich für das Platzen der Bubble, als er Alex Theologis eliminierte. Lee kassierte als erster Spieler im Geld immerhin noch $35.500.
Auf dem Weg zum Finaltisch erwischte es anschließend zahlreiche bekannte Namen. Unter anderem schieden Christoph Vogelsang auf Rang 13, Joao Simao auf Platz 11 sowie Punnat Punsri als Zehnter aus. Besonders aus DACH-Sicht bemerkenswert: Leonard Maue gewann einen wichtigen Coinflip gegen Punsri und beförderte den sechsmaligen Triton-Champion aus dem Turnier. Dafür kassierte Punsri $45.500.
Kurz darauf musste ein anonymer Spieler auf Rang neun für $55.500 gehen, ehe Orpen Kisacikoglu auf Platz acht folgte. Der Türke verlor mit A♠3♦ gegen die 9♣7♦ von Holz, nachdem das Board 9♦7♠7♥8♦6♥ brachte. Kisacikoglu erhielt $74.000 und steht nun bei mehr als $24,6 Millionen an Karriere-Cashes.
Leonard Maue verpasst knapp das Podium
Im weiteren Verlauf verabschiedete sich zunächst Mikhail Soltanov auf Rang sieben für $99.000. Danach erwischte es Jean-Noel Thorel, dessen Pocket Sechsen gegen die Buben von Nick Petrangelo liefen. Platz sechs brachte ihm $129.000.
Auch Mike Watson musste sich noch vor dem Podium verabschieden. Seine Zehnen rannten preflop in die Damen von Aleksejs Ponakovs. Für Platz fünf gab es $164.000.
Während Ponakovs zwischenzeitlich die Führung übernehmen konnte, schlug Holz im Vierhanded-Spiel entscheidend zurück. In einem riesigen Pot traf der Wahl-Österreicher mit J♣9♣ am River den Flush gegen Ponakovs, der bereits Trips getroffen hatte. Dieser Pot brachte Holz die Führung zurück.
Kurz danach eliminierte er auch Leonard Maue auf Rang vier. Der Deutsche stellte mit A♥5♣ nach einem Limp-Jam seine letzten Chips gegen die Damen von Holz in die Mitte. Das Board brachte keine Rettung mehr und Maue kassierte starke $203.000.
Nur wenig später erwischte es auch Nick Petrangelo. Zwar lag Holz mit Pocket Dreien gegen die Zehnen seines Gegners zunächst hinten, doch bereits der Flop brachte ihm ein Set. Petrangelo musste sich mit $245.000 und Platz drei zufriedengeben.
Ponakovs kämpft sich zurück – doch Holz bleibt eiskalt
Das Heads-up begann mit einer klaren Führung für Holz: 18.150.000 Chips standen 4.050.000 von Aleksejs Ponakovs gegenüber. Beide Spieler einigten sich anschließend auf einen Deal. Dadurch waren Holz bereits $508.811 garantiert, während Ponakovs sicher $407.189 erhielt. Zusätzlich blieben noch $20.000, die letzten beiden Bounties und natürlich der Titel im Spiel.
Ponakovs startete stark in das Duell und kämpfte sich zunächst sogar zurück in Führung. Unter anderem verdoppelte er mit Assen und gewann danach weitere wichtige Pots, sodass er zeitweise beinahe ein 2:1-Chiplead hielt.
Doch Holz schlug erneut zurück. In einer entscheidenden Hand traf er mit 5♦3♦ gegen A♣8♣ von Ponakovs auf dem River die Straight und gewann einen massiven Pot, nachdem Ponakovs den All-in-Shove bezahlt hatte.
Zwar konnte sich der Lette danach noch einmal mit mehreren Double-ups zurückkämpfen, doch letztlich gehörte der Schlusspunkt wieder Holz. In der finalen Hand callte der Wahl-Österreicher mit Q♣10♠ auf einem Board von K♠Q♥9♠5♠K♥ das All-in seines Gegners und gewann damit Turnier und Titel.

Ponakovs erhielt die ausgehandelten $407.189 für Rang zwei. Der Triton-Champion und dreifache Bracelet-Gewinner steht inzwischen bei mehr als $41,5 Millionen an Live-Cashes. Außerdem war es bereits sein siebter Finaltisch des Jahres.
Final Table Ergebnisse
| Platz | Spieler | Preisgeld |
|---|---|---|
| 1 | Fedor Holz | $528.811 |
| 2 | Aleksejs Ponakovs | $407.189 |
| 3 | Nick Petrangelo | $245.000 |
| 4 | Leonard Maue | $203.000 |
| 5 | Michael Watson | $164.000 |
| 6 | Jean-Noel Thorel | $129.000 |
| 7 | Mikhail Soltanov | $99.000 |
| 8 | Orpen Kisacikoglu | $74.000 |
Die Action gibt es auch im Nachhinein noch im Stream zu sehen:









