
Daniel Rezaei hat bei der World Series of Poker 2026 nur knapp den ganz großen Triumph verpasst. Der Österreicher führte das prestigeträchtige $50.000 High Roller No-Limit Hold’em über weite Strecken an und ging als Chipleader in den Finaltag. Am Ende musste er sich jedoch dem Briten Jamie Dwan geschlagen geben und belegte Rang zwei für starke $1.517.782.
Das Event #90 der WSOP wurde vom 9. bis 11. Juli im Horseshoe & Paris Las Vegas ausgetragen. Bereits an Tag 1 setzte Daniel Rezaei ein Ausrufezeichen. Nach 131 Entrys führte der Österreicher die 51 verbliebenen Spieler mit 2,01 Millionen Chips an. Ebenfalls den Sprung in Tag 2 schafften aus der DACH-Region Dietrich Fast, Manuel Fritz, Sebastian Gähl, Josef Schusteritsch, Hannes Jeschka, Christopher Pütz und Samuel Mullur.
Durch die noch geöffnete Late Registration wuchs das Feld an Tag 2 schließlich auf 202 Entrys an – rund 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach dem Platzen der Money Bubble standen die letzten 13 Spieler fest, die bereits $122.526 sicher hatten. Besonders aus österreichischer Sicht lief es hervorragend: Daniel Rezaei ging mit 7.345.000 Chips (61 Big Blinds) als Chipleader in den Finaltag. Hinter ihm folgten Daniel Smiljkovic mit 6.605.000 Chips (55 BB) und Bryn Kenney mit 6.250.000 Chips (52 BB). Ebenfalls noch im Rennen waren Josef Schusteritsch, Sebastian Gähl, Daniel Negreanu, Erik Seidel und Bryn Kenney.

Auch am Finaltag schien lange alles auf Rezaeis zweites WSOP-Bracelet hinauszulaufen. Vier DACH-Spieler hatten es unter die letzten 13 geschafft, wobei Rezaei und Smiljkovic das Feld anführten. Zunächst verabschiedete sich Sebastian Gähl auf Platz 12 für $122.526. Daniel Smiljkovic schied anschließend aus, als seine 4-Bet mit A4s von Paulius Vaitiekunas und AK gekontert wurde. Für den Bracelet-Gewinner von 2021 gab es Platz 7 und $292.221.
Kurz darauf musste sich auch Josef Schusteritsch verabschieden. Der Österreicher belegte Platz 5 und kassierte $526.030.
Damit ruhte die gesamte Hoffnung der deutschsprachigen Pokerfans auf Daniel Rezaei. Der Österreicher kontrollierte den Finaltag lange Zeit, während Jamie Dwan über weite Strecken als Shortstack ums Überleben kämpfte. Doch der Brite kämpfte sich zurück, drehte das Duell komplett und sicherte sich sein erstes WSOP-Bracelet sowie das Siegerpreisgeld von $2.276.691. Rezaei blieb nach einer starken Turnierleistung Rang zwei und ein Preisgeld von $1.517.782.










