Eröffnung „The Ivey Room“: ein 1 Million Freeroll und der Meister im karierten Sakko

Nach  dem Motto „klotzen nicht kleckern“ ging an diesem Wochenende im City Center Casino Ressort in Las Vegas die Eröffnung Phil Iveys eigenem Pokerroom über die Bühne. Geladen war die gesamte Pokerelite von Las Vegas und diese ließ es sich natürlich nicht nehmen, dem Event ihre Aufwartung zu machen. Das mag zum Einen an ihrem tiefen Respekt Phil Ivey gegenüber liegen und zum Anderen daran, dass während der Eröffnung 1 Million Dollar in einem Freeroll unter den geladenen Profis ausgespielt wurde. Um die 250 Spieler standen auf der Gästeliste, darunter so illustre Namen wie Doyle Brunson, Barry Greenstein, TJ Cloutier, Eli Elezra, Erick Lindgren oder David Williams.

Phil Ivey selbst sprach die Eröffnungsworte und sah dabei aus wie Robert de Niro im Film „Casino“. Karierte Sakkos im 70iger Jahre Look muss man einfach tragen können (Hallo Uli Stielike!), Ivey kann es. Neben seinem passenden Äußeren wirkte Ivey während seiner Ansprache ehrlich berührt und betonte mehrmals, was es für eine unglaubliche Ehre ist, dass man einen Pokerroom nach ihm benannt hat.

„Das ist einer meiner größten Erfolge in meinem Leben“, teilte Ivey dem Bluff Magazine in einem Interview mit. „Ein Pokerraum, der nach mir benannt wurde… ich kann es fast nicht glauben. Als Bill (McBeath) mich fragte, ob wir einen Raum nach mir benennen wollen, habe ich erstmal über ihn gelacht, nach dem Motto ‚Hör auf, darüber Witze zu machen‘. Ich habe nicht geglaubt, dass so etwas wirklich passieren würde, bis ich einen Anruf erhielt mit dem Datum für das Turnier“, fügte er hinzu.

Doch natürlich wurde nicht nur gefeiert, sondern auch gepokert.

Die 100.000 Dollar Bounty, die auf Iveys Kopf ausgesetzt waren, streifte Chino Reem rein, als er den Hausherren aus dem Freeroll warf. Unbestätigten Gerüchten zu Folge machte sich Ivey nach seinem Ausscheiden sofort auf den Weg zu einem der Craps Tische im Ivey Room. Während der Namensgeber also wahrscheinlich seiner liebsten Beschäftigung neben Poker frönte, einigten sich die letzten neun Spieler im Freeroll auf einen Deal, der jedem von ihnen 50.000 Dollar bescherte.  Ausgespielt wurde der Sieger des Freerolls trotzdem, immerhin durfte  er ja anschließend ein Heads Up gegen Phil Ivey um 250.000 Dollar spielen.

Diese Ehre wurde schließlich Larry Litton zu Teil. An Phil Ivey biss der sich allerdings die Zähne aus und die 250.000 Dollar verblieben beim Hausherren. Dieser hat auch bereits angekündigt, dass Chino Reem nicht lange Freude an seiner 100.000 Dollar Bounty haben wird. Ivey plant nämlich ihm diese möglichst bald beim Cash Game im Ivey Room wieder abzunehmenBild 1

Gelegenheiten dazu dürfte er genügend vorfinden. Denn der Ivey Room soll zu DER neuen Adresse für die ganz hohen Cash Games in Vegas werden. Er tritt damit in direkte Konkurrenz zum legendären Bobbys Room im Bellagio und es wird sich zeigen, ob er diesen während der WSOP ausstechen kann. Alleine Phil Iveys Name dürfte allerdings schon ein guter Publikumsmagnet sein. Gespielt werden sollen dort die höchsten Partien von Las Vegas und alleine die Gewissheit, sich mit Phil Ivey messen zu können, dürfte dort wohl den ein oder anderen dicken Wal an Land spülen.ivey-room-logo

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich Hochgepokert.com vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Einen Kommentar schreiben