Online-Grinder Daniel Cates lehrt den Pros das Fürchten

Lange Zeit gab es die wildesten Gerüchte und Vermutungen, wer denn hinter dem Nickname ‚jungleman12‘ steht. Nun ist es – mehr oder minder -offiziell, denn der High-Stakes-Spieler ist seit kurzer Zeit für Cardrunners tätig.

Daniel Cates startete seine Online-Karriere 2008 mit NL50-Heads-up und erreichte mit seinem extrem aggressiven Spiel schnell NL2.000. Bevor er zur Computermouse griff, spielte er mit Highschool-Freunden. Als er dann andere Homegames besuchte, musste er feststellen, dass ihm noch viel Wissen fehlt. Im Sommer 2007 ließ er rund $3.000 an den Tischen seiner lokalen Games und überdachte seine Situation: „Ich entschloss, dass wenn ich spiele, auf dem niedrigsten Limit überhaupt beginnen und mich hocharbeiten muss.“, so Cates in einem Interview.

Jungleman12Also begann er seinen zähen Aufstieg in die High Stakes. Nachdem er die Low und Mid Stakes hinter sich gelassen hatte, ging es so richtig rund. Im letzten Jahr wanderte er vom $25/$50-Limit schnurstracks bis in die Nosebleeds. Dieses Jahr startete der Student vollkommen durch und gehört mit seinen fast zwei Millionen, die er seit Januar bei Full Tilt erspielt hat, zu den ganz großen Gewinnern.

Jungleman12 zeigte dabei keinen Respekt vor Big Names und setzte sich auch mit den ganz Großen an einen Tisch. Eine besonders erfolgreiche Session gab es gegen Durrrr höchstpersönlich. An einem $200/$400-Tisch lieferten sich die beiden eine wahre Schlacht. Zeitweise lag Cates mit einer halben Million im Rückstand. Der 20-Jährige behielt die Nerven und kassierte am Ende fast $600.000 von Tom Dwan.

Das es in den höchsten Limits wilde Bankroll-Rides gibt, ist nicht unüblich, sodass es auch einige Rückschläge gab. Derzeit liegt der Poker-Shark ohnehin auf dem Trockenen, denn die laufende WSOP hat fast die komplette Community nach Sin City getrieben. Dementsprechend selten finden derzeit spektakuläre Online-Games statt.

Die Zeit nutzt Cates, um für sein Studium zu büffeln. Denn trotz seines Erfolges ist er recht bodenständig geblieben. Einen Teil seiner gewonnen Millionen hat er angelegt und gegönnt hat er sich bisher noch nichts Großes. Ein bisschen Luxus will er sich eventuell in Form eines Sportwagens anschaffen, da hat er die Augen auf einen Porsche Cayman geworfen.

Wir sind schon jetzt gespannt, wie es in den High Stakes weiter geht, wenn die WSOP beendet ist und der normal-verrückte Pokeralltag wieder einkehrt.

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