Gus Hansen im Exklusiv-Interview Part I

Gus1Im Zuge der Full Tilt Million Euro Challenge hatten wir die Gelegenheit, Gus Hansen zum Interview zu bitten. Teil 1 dieses Interviews könnt ihr hier nun lesen, Part 2 erscheint morgen an eben dieser Stelle. Viel Vergnügen!

(Gus humpelt angestrengt auf zwei Krücken zu unserem Interviewbereich und lässt sich laut seufzend auf die Couch fallen)

Wow, das sieht ja schmerzhaft aus. Was ist mit deinem Bein passiert, Gus?

Ich hab vor vier Wochen gegen einen recht starken Gegner Squash gespielt und irgendwie war ich wohl nicht ganz so fit, wie ich eigentlich gedacht hab. Irgendwie ist dann alles in meinem Bein kollabiert und die Achillessehne gerissen..

Autsch! Vielleicht kann ich dich ja damit aufmuntern: Ich hab gestern einer Freundin von mir erzählt, dass ich Gus Hansen interviewe und sie war schwer beeindruckt, obwohl sie überhaupt keine Ahnung von Poker hat und sich eigentlich auch nicht dafür interessiert. Bist du der Liebling der Frauen?

(Lacht) Naja ich liebe die Frauen, das ist definitiv kein Geheimnis. Ich bin glücklicher Single, was es relativ einfach für mich macht, Frauen kennzulernen. Ich häng gern mit meinem Freunden ab, geh in eine Bar und dort ergibt sich dann meist das ein oder andere, wenn du weißt, was ich meine. Ich treffe also manchmal Frauen und die meisten von ihnen scheinen mich zu mögen (grinst)

Passiert es dir eigentlich oft, dass du auf der Straße erkannt wirst?

Auf jeden Fall. Es kommt natürlich drauf an, wo auf der Welt ich mich gerade aufhalte und was für Menschen ich dort treffe. Wenn es zum Beispiel eine 60 jährige Frau ist, sind die Chancen, dass sie mich kennt natürlich geringer, als wenn es ein 20 jähriger Mann ist. Die Pokercommunity ist nun mal sehr männlich dominiert und daher werd ich meistens eher von Männern zwischen 20 und 40 erkannt. Leider. Mir wärs lieber, wenn mich mehr Mädels darauf ansprechen würden, ob ich Gus Hansen bin (lacht)

Hättest du dir jemals träumen lassen so bekannt durch Poker zu werden?

Nein überhaupt nicht. Als ich begonnen habe, war das Alles ja noch ganz anders. Bevor ich mit Poker begann, spielte ich ja vor allem Backgammon. Umgestiegen bin ich dann, weil ich sah, dass man mit Poker mehr Geld verdienen kann. Aber das war ja noch lange vor dem großen Pokerboom und keiner von uns hätte sich jemals träumen lassen, dass sich das alles so entwickeln würde. Beim ersten WSOP Main Event, das ich gespielt habe, waren 300 Teilnehmer, beim letzten 8.000. Diese Entwicklung ist schon ein Wahnsinn….

Hattest du jemals das Ziel berühmt zu werden?

Nein überhaupt nicht, eigentlich habe ich mir darüber nie Gedanken gemacht. Das alles war überhaupt nicht abzusehen. Eigentlich wollte ich immer nur Poker spielen und das hat sich dann ziemlich glücklich ergeben…

Spielst du eigentlich immer noch viel Backgammon? Es gibt da ja das Gerücht, dass du dich letztes Jahr beim High Roller Event in Monte Carlo hast ausblinden lassen, weil du lieber mit einem reichen Russen Backgammon gespielt hast…

Ja das Gerücht stimmt, viel mehr will ich dazu aber nicht sagen. Ich spiel immer noch viel und gerne Backgammon und wenn dann auf zumindest finanziell hohen Niveau.

Was glaubst du wie sich dein Leben ohne Poker entwickelt hätte. Würdest du immer noch Backgammon spielen?

Diese „Was wäre wenn Fragen“ sind immer sehr schwer zu beantworten. Ich war auf jedem Fall ein sehr talentierter Backgammonspieler mit einem starken Hang zum Gambling. Ich wäre dem Gambling wohl auf jedem Fall treu geblieben…

Den zweiten Teil des Interviews findet ihr hier.  Dort spricht Gus dann natürlich auch mehr über Poker. Vor allem darüber, warum es bei ihm in den letzen Monaten so gar nicht zu laufen scheint…

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