EPT Prag: Das war Tag 3

Wow, das hatten wir uns anders vorgestellt… Nachdem an Tag 2 der EPT Prag ein wahres Schaulaufen der deutschsprachigen Spieler stattgefunden hatte, lief an Tag 3 aber auch so gar nichts zusammen. Kurz und knapp ausgedrückt: Aus deutscher Sicht war Tag 3 der EPT Prag ein Debakel…

Obwohl bereits zuvor nicht wirklich viel funktioniert hatte, nahm das Unglück in der Bubble Phase erst so richtig seinen Lauf. Hintereinander verabschiedeten sich Felix Bleiker auf Platz 83 und Matthias Kurtz auf Platz 82 aus dem Turnier und als dann schlussendlich der „richtige“ Bubble Boy gesucht wurde, war es leider auch ein Deutscher, der sich „meldete“. Dieser war ausgerechnet Dominik Nitsche, dessen toller Lauf uns in den letzten Wochen so sehr in Atem gehalten hatte. Preflop pushte er mit Pocket 8s All In und bekam von Pocket Tens den Call. Da das Board Dominik keine Hilfe  brachte, hieß es für ihn: Außer Spesen nicht viel gewesen.

Leider ging es danach auch genau in dieser Gangart weiter. Nach und nach musste ein deutscher Spieler nach dem anderen seinen Platz räumen. Auch der Langzeit-Chipleader Dirk Richter war davor nicht gefeit. So gut es für den deutschen Newcomer bei seiner allerersten EPT zuvor gelaufen war, so schlecht lief es an Tag 3. Bereits im ersten Level hatte er seine Chiplead verloren, ein paar Level später sollten auch die restlichen Chips folgen. Nachdem er den Großteil seines Stacks mit [Ax][6x] gegen [Ax][2x] an den Mann gebracht hatte, beendete er sein Turnier schließlich mit [Ax][9x] gegen [Kx][Jx].und kassierte €9.000 für Platz 53.

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Da es in weiterer Folge auch noch Marc Gork, Karl Heinz Klose und Tobias Reinkemeier erwischt hatte, saß plötzlich – nachdem insgesamt 14 deutsche Spieler in den Tag gestartet waren – nur mehr ein einziger deutscher Spieler im Main Event der EPT Prag. Dieser hieß Paul Knebel und hatte eigentlich eine sehr gute Ausgangsposition. Doch auch er musste seinen Platz bald räumen. Paul pushte mit Pocket Tens bei Blinds 8.000/16.000 /1.500 nach einem All In eines Short Stacks für rund 850k ebenfalls All In und bekam von Kevin MacPhee mit AcKc den Call. Leider brachte das Board MacPhee eine Ass und Paul somit ein Ticket an die Rails.

Da in der letzten Hand gleich zwei Spieler ausschieden, haben dieses Mal ausnahmsweise nur 23 statt der üblichen 24 Spieler Tag 3 überstanden. Chipleader ist ausgerechnet Kevin MacPhee, der ja für den Bustout des „last German standing“ verantwortlich war.

Alle weiteren Infos zum Turnier plus jede Menge Pokeraction und Interviews findet ihr wie immer in unserer aktuellen PokerToday Sendung. Unser Tobi meldet sich natürlich auch heute wieder ab 12h mit seinem Live Blog aus Prag zurück. Also: Schaltet ein!

Hier noch die Chipcounts plus die Payouts der deutschsprachigen Spieler:

Name

Country

Chips

Kevin MacPhee

USA

2.096.000

Jan Bendik

Slovakia

1.846.000

Peter Skripka

Russia

1.216.000

Salvatore Bonavena

Italy

1.166.000

Marco Leonzio

Italy

1.064.000

Nikolay Losev

Russia

971.000

Denis Kipnis

Russia

912.000

Manuel Bevand

France

849.000

Marcin Horecki

Poland

739.000

Richard Toth

Hungary

680.000

Jean Sami Souleiman

Lebanon

670.000

Roberto Nulli

Italy

605.000

Haykel Cherif Vidal

Spain

572.000

Rob Hollink

Netherlands

529.000

Sergio Rodriguez Sanchez

Spain

513.000

Roberto Romanello

UK

512.000

Ion Pavel

Romania

477.000

Emilliano Bono

Italy

371.000

Ludovic Marguerat

Switzerland

335.000

Andrea Ferrari

Italy

303.000

Melanie Weisner

USA

260.000

Zoltan Szabo

Hungary

253.000

Josh Prager

USA

141.000

35 – Paul Knebel – Germany – € 11.000
40 – Tobias Reinkemeier – Germany – € 11.000
44 – Karl Heinz Klose – Germany – € 10.000
45 – Marc Gork – Germany – € 10.000
54 – Dirk Richter – Germany – € 9.000
55 – Cengiz Ulusu – Germany – € 9.000
56 – Dominic Linder – Germany – € 9.000
68 – Tayfeh Sokor Mohsen Jalal – Germany – € 8.000
70 – Jonas Gutteck – Germany – € 8.000
72 – Lennart Holz – Germany – € 8.000
73 – Besim Hot – Switzerland – € 8.000

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