Schleswig-Holstein: bwin.party interessiert an Lizenzen im Norden

Schleswig-Holstein hat eigene Vorstellungen von der Neugestaltung des Glücksspielstaatsvertrags – und steht damit allein. Das wurde bei der gestrigen Sondersitzung der Länderchefs in Berlin deutlich.

Sieben Lizenzen sollen an private Sportwettanbieter vergeben werden – testweise, für fünf Jahre. Diese Liberalisierung, auf die sich die Landesfürsten einigten, geht den Nordlichtern nicht weit genug. Deren Regierungschef, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU), stimmte den neuen Eckpunkten nicht zu.

Der Norden strebt eine eigene Lösung für das Online-Glücksspiel an. Man will deutlich mehr Lizenzen vergeben und diese mit mehr Freiheiten ausstatten. Der Sportwettenanbieter bwin.party würde in Schleswig-Holstein sofort Lizenzen für seine Produkte beantragen, da der Gesetzesentwurf aus Kiel nicht nur Sportwetten erlaubt, sondern auch Online-Poker und Online-Casinos. Jörg Wacker (Foto), Chef von bwin-Deutschland, kritisierte die Ergebnisse der Konferenz in Berlin. Gegenüber der Financial Times sagte Wacker, dass das angedachte Modell realitätsfremd und zum Scheitern verurteilt sei.


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