Glücksspielstaatsvertrag: Initiative Profisport für Schleswig-Holstein-Modell

Nicht nur in den Reihen der privaten Sportwettanbieter wächst die Kritik am Entwurf der Ministerpräsidentenkonferenz zum neuen Glücksspielstaatsvertrag. Auch die Initiative Profisport Deutschland (IPD) zeigt sich vom bisherigen Entwurf wenig begeistert. Die IPD kritisiert die vorgeschlagenen Rahmenbedingungen als unrealistisch. Eine Rückkehr privater Anbieter nach Deutschland würde erschwert.

Der Vorschlag zur Behandlung von Sportwetten nützte daher weder dem Breiten- noch dem Profisport. „Eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes für private Anbieter ist zwar grundsätzlich der richtige Weg. Allerdings sind die veröffentlichten Eckpunkte, insbesondere im Hinblick auf die Abgabensituation, alles andere als Erfolg versprechend“, sagte Frank Bohmann (Foto), stellvertretender Sprecher der IPD, heute auf einer Sitzung in Frankfurt am Main. Die IPD würde deshalb den Gesetzesentwurf aus Schleswig-Holstein begrüßen. „Dieser ist rechtlich umsetzbar und inhaltlich zielführend“, meinte Bohmann.

Das schleswig-holsteinische Modell sieht eine deutlich geringere und nach Auffassung der IPD international wettbewerbsfähigere Abgaben für Wettanbieter vor als die von den anderen 15 Ländern geplanten 16,66 Prozent. Bei höheren Abgaben, so die Befürchtung, würden die Unternehmen ihre Wetten weiterhin aus dem Ausland anbieten.

Die Initiative Profisport Deutschland wurde im November 2009 als Interessen-Vertretung der vier größten deutschen Profi-Ligen (DFL Deutsche Fußball Liga, Beko Basketball Bundesliga, Deutsche Eishockey Liga und TOYOTA Handball-Bundesliga) gegründet. Ziel der Vereinigung ist es, den Anliegen des Profisports ein gemeinsames Sprachrohr zu geben. (Foto: IPD)

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