Black Friday in der Pokerbranche – „Wir rechnen mit keinen Auswirkungen für Deutschland.“


Werden die Ereignisse in den USA Auswirkungen auf die Neugestaltung des Glücksspielstaatsvertrags in Deutschland haben? Marius Gärtner fragte für Hochgepokert.com bei führenden Köpfen der europäischen Glücksspielindustrie nach, wie sie die Situation einschätzen. Hier die Antworten der Top-Manager.

Dr. Peter Reinhardt, Head of Central European Markets von Betfair: „Betfair ist nicht von dem amerikanischen Verfahren gegen diverse Pokeranbieter betroffen. Wir haben nie illegal Kunden oder Gelder aus den USA angenommen und werden dies auch in Zukunft nicht tun, solange es keinen gesetzlichen Rahmen gibt, der uns dies erlaubt. Im Gegenteil: Betfair hat in den USA eine völlig legale Tochtergesellschaft, TVG, die eine Lizenz besitzt, Pferdewetten durchzuführen und diese im TV zu übertragen. So können US-Kunden ganz legal per Internet Pferdewetten abschließen. Betfair Poker funktioniert weiterhin und sowohl bestehende als auch neue Kunden können darauf vertrauen, dass ihr Geld bei uns sicher ist.“

Hartmut Schultz (Schultz Kommunikation) für bwin.party: „Ich glaube das ehrlich gesagt nicht. Bwin hat sich ja nach dem Verbot 2006 aus dem amerikanischen Markt zurückgezogen, um dort dieser Regulierung zu entsprechen. Insofern sind wir davon jetzt nicht betroffen. Zum deutschen Markt kann ich im Augenblick nichts sagen, da das Thema zu weit weg ist. Das ist eine Diskussion, die mit diesem amerikanischen Regulierungsmodell nichts zu tun hat.“

Stefan Zenker, Investor Relations & Corporate Communications von JAXX SE (myBet.com): „Wir rechnen nicht damit, dass die Vorkommnisse in den USA Auswirkungen auf die regulatorische Debatte in Deutschland haben werden. Die USA sind schon immer einen sehr eigenen und eigenwilligen Weg gegangen. Daher konzentrieren sich die Aktivitäten unserer Tochter myBet.com ausschließlich auf den europäischen Raum.“

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